Hochwasser-Schadensbeseitigung im Landkreis Bautzen

Bund und Freistaat fördern Schadensbeseitigung nach Hochwasser 2013 im Landkreis Bautzen

Der Landkreis Bautzen hat zwei Förderbescheide über insgesamt rund 6 Millionen Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent der förderfähigen Kosten entsprechend der Richtlinie zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Die Mittel werden aus dem Aufbauhilfefonds der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen für die Wiederherstellung der Kreisstraße K 7227 von der S 112 bei Särka bis zur S 110 in Rodewitz und für die Schadensbeseitigung sowie den Wiederaufbau K 7230/K7227 der Ortsdurchfahrt Lauske zur Verfügung gestellt.

"Im Zusammenhang mit der Instandsetzung der durch das Hochwasser 2013 beschädigten Straßen, Brücken und Wege wurden uns über 3.000 Projekte zur Schadensbeseitigung gemeldet. Mit den erneuten Bewilligungen, hier für den Landkreis Bautzen, führen wir das Programm nunmehr zum Abschluss", so Verkehrsminister Martin Dulig. "Gemeinsam mit der kommunalen Ebene und durch schnelle und unbürokratische Hilfe ist es gelungen, die Schäden des Hochwassers zu beseitigen."

Für die Wiederherstellung der Kreisstraße K 7227 von der S 112 bei Särka bis zur S 110 in Rodewitz stehen rund 2,8 Millionen Euro zur Verfügung. Das Juni-Hochwasser 2013 hatte im Landkreis Bautzen bereits zum wiederholten Mal erhebliche Schäden an öffentlicher und privater Infrastruktur verursacht. Wild abfließendes Wasser aus den umliegenden Flächen der Kreisstraße, wie auch das Hochwasser des Särkaer Wassers verursachten erhebliche Schäden an der Kreisstraße und den Anlagen der Oberflächenentwässerung. Der Straßenkörper wurde dabei ausgespült und die Tragfähigkeit erheblich gemindert. Die geplante Baumaßnahme wird in mehreren Bauabschnitten realisiert. Der erste, ca. 250 m lange Bauabschnitt beinhaltet die Deckeninstandsetzung der K 7227 ab der Einmündung in die S 112 bis zum Ortseingang Särka. Innerhalb dieses Bauabschnittes erfolgt auf der vorhandenen Asphaltfahrbahn ein bituminöser Profilausgleich sowie die Fertigung einer 4 cm starken Asphaltdeckschicht. Die Bankette links und rechts der Fahrbahn werden wiederhergestellt. Der Bau des Knotenpunktes K 7227 /S 112 ist nicht vorgesehen. Der zweite, ca. 850 m lange Bauabschnitt beinhaltet die Wiederherstellung der K 7227 in der Ortsdurchfahrt Särka. Des Weiteren sind innerhalb der Ortsdurchfahrt die Wiederherstellung eines 10 m Rahmendurchlasses sowie die zur Straßenentwässerung notwendigen technischen Anlagen (Kanäle, Durchlässe, Schächte, Abläufe sowie Entwässerungsgräben und -mulden) geplant. Die gesamte, ca. 1.100 m lange Baustrecke beginnt unmittelbar hinter dem Knotenpunkt K 7227 /S 112 und endet ca. 50 m hinter dem Ortsausgangsschild Särka. Zwischen den Ortsdurchfahrten Särka und Rodewitz erfolgt gleichfalls die Erneuerung der Deckschichten.

Mit weiteren rund 3,3 Millionen Euro Fördermitteln werden die Schadensbeseitigung sowie der Wiederaufbau der Ortsdurchfahrt Lauske, südlich von Weißenberg, finanziert. In der Ortsdurchfahrt Lauske treffen sich die Kreisstraßen K 7227 und die K 7230. Das wild abfließende Wasser aus den umliegenden Flächen der Kreisstraßen, wie auch das Hochwasser des Kotitzer Wassers verursachten 2013 erhebliche Schäden an den Kreisstraßen und den Anlagen der Oberflächenentwässerung. Der Straßenkörper wurde vollständig überschwemmt. Die Kreisstraßen verloren dadurch an Tragfähigkeit und der Oberbau wurde schwer geschädigt.

Für aktuelle Informationen zum Bauvorhaben bitten wir um ergänzende Anfrage beim Bauherrn.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr