Kreative aus Sachsen und Niederschlesien kooperieren

Kreative aus Sachsen und Niederschlesien treffen sich in Europas Kulturhauptstadt

Tillich wirbt bei Eröffnung des Treffens in Breslau für weitere enge Zusammenarbeit

Breslau (7. Juni 2016) - Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat für eine noch engere Kooperation zwischen Kreativen aus Sachsen und Niederschlesien geworben.

"In Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung gibt es bereits vielfällige Kooperationen zwischen unseren beiden Regionen. Wenn wir in der Zukunft erfolgreich sein wollen, müssen wir unsere Stärken in den innovativen Branchen bündeln. Die Kreativwirtschaft ist eine aufstrebende Branche mit viel Potenzial", sagte Tillich am Dienstag in Breslau zur Eröffnung des Sächsisch-Niederschlesischen Treffens der Kreativschaffenden.

Das Treffen der Kreativschaffenden findet zu einem besonderen Zeitpunkt statt: Breslau ist in diesem Jahr Europäische Kulturhauptstadt. Und noch bis zum 10. Juni werden in der Stadt an verschiedenen Orten auch die "Sächsischen Kulturtage" gefeiert. Ob Konzert, Lesung oder Theaterprojekt: Künstler aus Sachsen zeigen bereits seit dem 3. Juni ein breitgefächertes Programm.

Tillich erinnerte auch an den vor 25 Jahren geschlossenen deutsch-polnischen Freundschaftsvertrag und betonte, Sachsen und Niederschlesier seien nicht nur gute Nachbarn, sondern Freunde geworden. "Dieser Vertrag ist mit Leben erfüllt. Das heutige Treffen ist ein weiterer Baustein in der guten Zusammenarbeit unserer beiden Regionen - und die Sächsischen Kulturtage nur eine Form unseres regen kulturellen Austauschs."

"Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes Brücken zueinander gebaut", fügte er hinzu. "Sei es in der Europastadt Görlitz/Zgorcelez oder im Fürst-Pückler-Park, unserem gemeinsamen Weltkulturerbe." Er sei auch froh, dass es gelungen sei, die direkte Bahnverbindung von Dresden nach Breslau wieder aufzunehmen.

Am Abend lädt der Ministerpräsident gemeinsam mit der Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland, Elisabeth Wolbers, zu einem Sommerfest in das Generalkonsulat in Breslau ein. Daran wird auch der Marschall von Niederschlesien, Cezary Przybylski, teilnehmen.

Hintergrund

Sachsen und Polen verbinden 112 Kilometer gemeinsame Grenze entlang der Lausitzer Neiße. Bereits seit 1999 unterhält der Freistaat eine Regionalpartnerschaft mit der Wojewodschaft Niederschlesien. 2012 war ein Verbindungsbüro des Freistaates in Breslau eröffnet worden. Ein Beleg für die enge Verbindung zu den Nachbarn sind neben den guten Wirtschaftsbeziehungen auch zahlreiche Partnerschaften auf kommunaler Ebene, bei Kulturprojekten und im Bildungsbereich.

Quelle: SSK - Sächsische Staatskanzlei