Kein Kupferabbau in der Lausitz

Lausitzer Kuperschieferbergbau

Traum vom Lausitzer Kuperschieferbergbau ist ausgeträumt

In einer knapp formulierten Mitteilung teilt die polnische KGHM Kupfer AG überraschend mit: Die KGHM Kupfer AG hat die geologischen Erkundungsarbeiten auf Kupfererzlagerstätten auf den Konzessionsgebieten "Weißwasser" und "Weißwasser II" in Deutschland beendigt. Der Entschluss wurde anhand von erzielten Ergebnissen der geologischen Arbeiten gefasst, die keine Voraussetzungen für die Fortsetzung von Explorationsarbeiten auf diesem Gebiet aufgewiesen haben.

KGHM ist der zweite Interessent, der sein Engagement in der Lausitz aufgibt. Schon 2013 hatte sich die Kupfer Schiefer Lausitz GmbH (KSL), die zwischen Spremberg, Graustein und Schleife die Kupferschiefervorkommen erkundete, zurückgezogen. Zwar hatte KSL-Geschäftsführerin Elke Groterhorst damals angekündigt, von ihrem Büro in Washington DC aus gemeinsam mit einem regionalen Ingenieurbüro die Planungen für einen Kupferbergbau weiter voranzutreiben. Doch bis heute liegen der Landesdirektion Sachsen als genehmigende Behörde nicht alle Unterlagen für ein Raumordnungsverfahren vor. Zur Erinnerung: KSL wollte ursprünglich mal um 2020 mit der Kupferförderung bei Spremberg beginnen.

Veranstaltungshinweis zum Kupferabbau

Zum Thema Kupferabbau in der Region findet am 13. Juni 2016 eine Info-Veranstaltung statt. Beginn ist 19 Uhr in der Sporthalle Zodel (Gemeinde Neißeaue).

Vertreter des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie, des Oberbergamtes Freiberg, der GEOS Ingenieurgesellschaft und der MIRO Mineral Industry Research Organisation informieren über Fracking beim Kupferabbau und über Vorkommen in der Region.

Quelle: KGHM Kupfer AG