Cottbuser Firmen sparen gemeinsam

Vertreter des KEN Cottbus bei einem Rundgang im Wasserwerk Cottbus-Sachsendorf der LWG Foto: LWG

4. Treffen des Kommunalen Energienetzwerkes (KEN) Cottbus

Wie können wir in der Stadt Cottbus noch effektiver Elektro- und Wärmeenergie und damit Kosten sparen? Diese Frage stand auch beim 4. Treffen des Kommunalen Energienetzwerkes (KEN) Cottbus im Mittelpunkt der Beratung.

Die LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG - diesmal Gastgeber dieser Veranstaltung - konnte auf diese Frage bereits gute Antworten geben. Seit November 2013 betreibt das Unternehmen auf dem Gelände des Wasserwerkes Cottbus-Sachsendorf eine Photovoltaikanlage, mit der rund 30 % an Stromkosten im Wasserwerk gespart werden. Im vergangenen Jahr wurde diese Anlage außerdem mit drei neuen Rohwasserzwischenpumpen gekoppelt, um sie mit dem Solarstrom der Photovoltaikanlage betreiben zu können. Aus Sonnenenergie wird so gespeichertes Trinkwasser. Außerdem erzeugt die LWG bereits seit 1995 auf der Kläranlage Cottbus speicherbares Biogas, aus dem in Blockheizkraftwerken bedarfsorientiert ebenfalls Strom und Wärme produziert wird.

Mit entsprechend großem Interesse verfolgten die Vertreter von Unternehmen und Einrichtungen der Stadt deshalb die Präsentation von LWG-Energiemanager Andreas Burkert und seine Ausführungen beim kurzen Rundgang im Wasserwerk. Zugleich nutzten sie das Treffen, um über mögliche Energieeinsparpotentiale in ihren eigenen Bereichen zu diskutieren. Immerhin sind von den 18 Mitgliedern des KEN Cottbus 13 verpflichtet, ein Energieaudit nach DIN EN 16427 durchzuführen. Dabei werden die wesentlichen Energieverbräuche jedes Unternehmens genau analysiert, bewertet, mögliche Maßnahmen zur Senkung der Energieverbräuche wirtschaftlich bewertet und als Handlungskatalog ausgewiesen. "Deshalb lohnt sich ein regelmäßiger Gedanken- und Erfahrungsaustausch, um sich gemeinsam bei der Umsetzung von Einsparmaßnahmen zu unterstützen", betont Ralph Grohmann, Moderator des KEN Cottbus. So wird das nächste Treffen bereits im Juli und voraussichtlich im Carl-Thiem-Klinikum stattfinden.

Hintergrund:

Das Kommunale Energienetzwerk Cottbus wurde am im Juli 2015 auf gemeinsame Initiative von Stadtwerke Cottbus und dem Bereich Oberbürgermeister (Team Controlling und Beteiligungsmanagement) ins Leben gerufen. Grund für die gemeinsame Initiative war zum einen die neue gesetzliche Pflicht, dass bestimmte Unternehmen ein Energie-Audit gemäß DIN EN 16427 durchführen müssen, und zum anderen der erklärte Wille der Stadtführung, den städtischen Energie- und CO2-Verbrauch zu senken. Dazu dient u.a. auch das Energiekonzept Cottbus.

Zu den Mitgliedern des KEN Cottbus gehören neben den Stadtwerken und der LWG u.a. auch das Carl-Thiem-Klinikum, der Tierpark Cottbus, die GWC, der Sportstättenbetrieb und Cottbusverkehr.

Seit dem 16.01.2016 ist das KEN Cottbus auch offiziell bei der gemeinsamen Netzwerkinitiative von Bundesregierung und Verbänden und Organisationen der deutschen Wirtschaft über die Einführung von Energieeffizienz-Netzwerken angemeldet.

Quelle: LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG