Dresdner Christstollen: Einigung im Stollen-Schutzverband

Dresdner Christstollen: Einigung im Stollen-Schutzverband

Dresdner Christstollen wirbt weiter für Sachsen - Schmidt begrüßt Einigung im Stollen-Schutzverband

Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt hat sich erfreut über die Einigung zwischen dem Schutzverband Dresdner Stollen e. V. und dem größten Stollenbäcker der Landeshauptstadt, der Dr. Quendt GmbH & Co. KG, gezeigt. "Bis zum Weihnachtsfest ist es zwar noch lange hin, dennoch bin ich heute froh, dass mit der weiteren Zusammenarbeit die Vermarktung des europaweit geschützten Dresdner Christstollens auch künftig gesichert ist. Er ist ein wichtiger kulinarischer Botschafter für Sachsen".

Ursache der nun unter Moderation des Landwirtschaftsministeriums beigelegten Unstimmigkeiten waren unterschiedliche Auffassungen über die Zusammenarbeit. Der Schutzverband Dresdner Stollen e. V. ist die Herstellervereinigung und Interessenvertretung der Stollen-Bäckereien und -Konditoreien aus dem Großraum Dresden. Er hat rund 130 Mitglieder - vom handwerklichen Bäcker bis zu Großproduzenten, zu denen auch die Dr. Quendt GmbH & Co KG gehört. Jedes Jahr werden rund vier Millionen Stollen verkauft. Neben den Dresdnern und ihren Gästen ist der deutsche Lebensmitteleinzelhandel ein Hauptabnehmer. Aber auch im Ausland erfreut sich das Dresdner Traditionsgebäck wachsender Beliebtheit.

Ein "Dresdner Christstollen" darf sich nur so nennen, wenn er mit dem goldenen Stollensiegel gekennzeichnet und in einem abgegrenzten geografischen Gebiet hergestellt worden ist. Darüber hinaus sind auch eine Reihe von Zutaten vorgeschrieben. Unter diesen Voraussetzungen genießt der "Dresdner Christstollen" als geschützte geografische Angabe EU-weiten Schutz gegen Nachahmung und Missbrauch.

In den vergangenen Jahren hat sich der Dresdner Christstollen als bedeutender kulinarischer Werbeträger für den Freistaat Sachsen etabliert. Von den sechs EU-weit geschützten sächsischen Spezialitäten besitzt er das größte wirtschaftliche Potenzial und ist geeignet, das kulinarische Image des Freistaates Sachsen positiv zu stärken und den guten Ruf des sächsischen Bäckerhandwerks auch international bekannter zu machen. Weitere geografisch geschützte Erzeugnisse aus Sachsen sind der Elbe-Saale-Hopfen, das Lausitzer Leinöl, die Meißner Fummel und der Oberlausitzer Biokarpfen. Mit dem Altenburger Ziegenkäse als geschützte Ursprungsbezeichnung genießt eine weitere sächsische Spezialität europaweiten Schutz.

Quelle: SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft