Dulig zur aktuellen Bombardier-Debatte

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Wirtschaftsminister Dulig zur Aktuellen Debatte der Linken zu Bombardier: "Klassenkampfrhetorik auf Kosten der Arbeitnehmer ist verantwortungslos - Wir wollen eine Standortgarantie für Görlitz und Bautzen über 2018 hinaus."

"Seit Herbst 2015 haben wir, sowohl auf politischer wie auf Arbeitsebene, intensiven Kontakt mit Aufsichtsrat, Geschäftsleitung, Betriebsrat und örtlichen Gewerkschaften, da mein Ministerium seit dieser Legislatur auch wieder gute Kontakte zur Arbeitnehmerseite pflegt. Ministerpräsident Stanislaw Tillich unterstützt die Bemühungen mit Gesprächen mit der Unternehmensleitung in Berlin. Unsere Anstrengungen wurden seit Ankündigung der Restrukturierung und des Arbeitsplatzabbaus im Februar 2016 verstärkt, wir sind mehrfach zu Gesprächen vor Ort, weitere Gespräche sind geplant.

Was ist unser Maßstab? Der Freistaat hat natürlich ein großes Interesse und hohe Erwartungen, dass beide Standorte langfristig gesichert sind. Wir suchen nach sozialverträglichen Lösungen für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen in der Region. Das ist aber vor allem auch Aufgabe von Bombardier. Als großer Arbeitgeber hat das Unternehmen selbst eine Verantwortung für die Region und die Mitarbeiter in Bautzen und Görlitz. Ich werde nicht zulassen, dass Standorte gegeneinander ausgespielt werden, ich bin Wirtschaftsminister für ganz Sachsen. Wir streben die Sicherung der Arbeitsplätze in Görlitz und Bautzen durch hochinnovative Bahntechnik für einen global wachsenden Markt an, nicht billiger, sondern besser! Wir wollen eine Standortgarantie für Görlitz und Bautzen über 2018 hinaus.

Zudem wollen wir unsere Fachkräfte nicht verlieren, denn sie werden gebraucht. Zur Wahrheit und zur neuen Ehrlichkeit gehört aber auch: nicht alle Arbeitsplätze können erhalten werden. Nun geht es darum, ein gemeinsames Angebot auszuarbeiten, mit dem die Konzernleitung in Kanada von den Standortvorteilen in Bautzen UND Görlitz überzeugt werden kann. Nur gemeinsam sind Lösungen möglich: Bombardier hat Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und der Region. Die Klassenkampfrhetorik der Linken auf Kosten der Arbeitnehmer ist dagegen verantwortungslos und wenig hilfreich."

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr