Wirtschaftsstandort Sachsen ist attraktiv und anziehend

Wirtschaftsstandort Sachsen ist attraktiv und anziehend

Sachsens Wirtschaftsförderer mit positiver Bilanz 2015

In Sachsen liegt die Zukunft - so sehen das die 24 Unternehmen, die sich mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) im vergangenen Jahr im Freistaat neu angesiedelt bzw. ihren Standort ausgebaut haben. Im Vergleich zu 2014 ist das ein leichter Anstieg und bestätigt die anhaltende Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Sachsen. Unternehmen und Investoren finden hier optimale Bedingungen, sich zu entwickeln. Einen großen Anteil daran hat die landeseigene WFS. Sie unterstützt Unternehmen bei Ansiedlungs- und Erweiterungsvorhaben, berät zu möglichen Standorten und begleitet Unternehmen und Investoren bis zum Abschluss ihrer Vorhaben. Für 2015 zieht die WFS eine positive Bilanz ihrer Arbeit.

"Unternehmen im Freistaat erfolgreich anzusiedeln, ist und bleibt ein wichtiges Ziel unserer Politik. Sachsen steht für gut ausgebildete Fachkräfte, eine vielseitige Hochschul- und Forschungslandschaft, eine gut ausgebaute Infrastruktur sowie eine Politik der offenen Türen. Priorität in der Wirtschaftsförderung hat das Wachstum unserer mittelständischen Unternehmen. Dabei spielt der Export eine wichtige Rolle", betont Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und WFS-Aufsichtsratsvorsitzender. "Der Fokus unserer Wirtschaftspolitik richtet sich daher nicht nur auf neue Investoren aus dem Ausland: Wir wollen vor allem die hier ansässigen mittelständischen Unternehmen beim Ausbau ihrer Aktivitäten auf internationalen Märkten unterstützen. Noch in diesem Jahr werden wir daher eine Internationalisierungsagentur gründen, die unsere außenwirtschaftlichen Unterstützungsangebote vernetzt und für Exporteinsteiger aufbereitet. Spätestens ab Januar 2017 werden Export-Scouts bei den Kammern eingesetzt, die Unternehmen ansprechen und zu Auslandsgeschäften und Internationalisierungsfähigkeit beraten."

Anhaltend gute Zahlen - WFS sieht Kurs bestätigt

Der leichte Anstieg bei den Neuansiedlungen bzw. Unternehmenserweiterungen spiegelte sich 2015 auch an der Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze wider. Durch die 24 Neuansiedlungen bzw. Firmenerweiterungen wurden 735 neue Arbeitsplätze geschaffen. Das waren 71 Arbeitsplätze mehr als im Jahr 2014 (+11 Prozent).

Die Neuansiedlungen bzw. Unternehmenserweiterungen verteilten sich über den ganzen Freistaat. Insgesamt 13 Projekte mit 428 neuen Arbeitsplätzen entfielen auf den Landesdirektionsbereich Dresden, sieben Projekte mit 208 neuen Arbeitsplätzen auf den Bereich Chemnitz und vier Projekte mit 99 neuen Arbeitsplätzen auf den Bereich Leipzig. In allen drei Direktionsbereichen konnten durch die Arbeit der WFS auch Standorte von Unternehmen, die akut von einer Verlagerung oder Schließung bedroht waren, gesichert werden. Dadurch wurden zusätzlich in den drei Landesdirektionsbereichen jeweils über 100, insgesamt über 500 Arbeitsplätze erhalten, die andernfalls für den Standort verloren gewesen wären. Dabei handelte es sich um Projekte in den Bereichen Automobilindustrie, Logistik und Medizintechnik.

Verteilt auf die Branchen lag bei den erfolgreichen Projekten insgesamt die Mobilität (Automobil, Logistik) mit elf Projekten und 425 neu geschaffenen Arbeitsplätzen an erster Stelle, gefolgt von der Life-Science-Branche, die mit fünf realisierten Projekten und 192 neuen Arbeitsplätzen im vergangenen Jahr weiter gewachsen ist. Auf Mikroelektronik/IKT, Maschinen- und Anlagenbau sowie Umwelt- und Energietechnik entfielen jeweils zwei Projekte.

Signifikante Steigerungen gab es bei der Investitionssumme. Mit 223 Millionen Euro wurden 41 Millionen Euro mehr investiert als im Jahr zuvor. "Die Zahlen sind für uns eine Bestätigung, dass wir mit unserer Arbeit und unserem Serviceangebot auf dem richtigen Kurs liegen", sagt Peter Nothnagel, Geschäftsführer der WFS. Gleichzeitig merkt er an: "Die Bilanz ist aber auch Ansporn für uns, nicht in unseren Bemühungen nachzulassen, Sachsen als attraktiven Wirtschaftsstandort zu vermarkten und auch neue Wege zu erschließen."

Das Interesse am Wirtschaftsstandort Sachsen zeigt sich zudem in der anhaltend hohen Zahl von Investorenanfragen. Im Jahr 2015 waren dies 77 - ein leichter Rückgang im Vergleich zum Jahr zuvor. Zu den 77 Anfragen konnten von Seiten der WFS 209 individuelle Standortangebote unterbreitet werden. "Eine kundenorientierte und effiziente Verwaltung ist ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmer - inländische wie ausländische", erklärt Peter Nothnagel. So hatte fast die Hälfte der im Jahr 2015 akquirierten Projekte einen internationalen Hintergrund. Die WFS betreute Interessenten aus Italien, Japan, Kanada, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südkorea, den USA und der Türkei.

Neuansiedlungen: Zusammenarbeit als wichtiger Erfolgsfaktor

Der Erfolg von Neuansiedlungen hängt auch stark davon ab, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Kommunen und WFS funktioniert. "Ein Paradebeispiel dafür ist die Stadt Wilsdruff", berichtet WFS-Chef Peter Nothnagel. "Die WFS, die Stadtverwaltung Wilsdruff und die Wirtschaftsförderung Region Meißen (WRM) arbeiten sehr gut zusammen, so dass hier seit dem Jahr 2000 stetig Erfolge zu verzeichnen sind. In Wilsdruff konnten sechs Ansiedlungen und Erweiterungen mit insgesamt 500 neuen Arbeitsplätzen realisiert werden. In der Nachbargemeinde Klipphausen wurden seit 2006 weitere acht Ansiedlungs- bzw. Erweiterungsprojekte mit über 600 neuen Arbeitsplätzen mit regionalen Partnern gemeinsam zum Erfolg gebracht." Zu den Erfolgsprojekten in der Region gehören unter anderem die Ansiedlungen des Abgasanlagenherstellers Eberspächer Exhaust Technology Wilsdruff GmbH & Co. KG im Jahr 2010 und des Zulieferers PCM.de GmbH im Jahr 2012.

Beispiel: B. Braun Avitum Saxonia GmbH, Wilsdruff

In Wilsdruff wird sich nun auch das Unternehmen B. Braun Avitum Saxonia GmbH niederlassen. Der weltbekannte Hersteller von Medizintechnik hat bereits zwei Standorte in Sachsen - in Radeberg und in Berggießhübel. Der Mutterkonzern ist im nordhessischen Melsungen ansässig. In den Jahren 2014 und 2015 erhielt das Unternehmen Unterstützung von der WFS bei der Vorbereitung und Planung eines dritten Produktionsstandortes. Die WFS beriet B. Braun bei Fragen der Standortauswahl, zu Fördermöglichkeiten und Genehmigungsverfahren. Zudem organisierte und begleitete die WFS Gespräche an potenziellen Standorten sowie Gespräche im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) und bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) zu möglichen Förderungen. Die Entscheidung zum neuen Produktionsstandort fiel schlussendlich auf das Gewerbegebiet Hühndorfer Höhe in Wilsdruff. Im Februar 2016 erfolgte der erste Spatenstich auf dem Gelände. Für Europas modernste Produktionsstätte für Dialysatoren werden 50 Millionen Euro investiert. Rund 140 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden.

Beispiel: BORBET Sachsen GmbH, Kodersdorf

Der Felgenhersteller Borbet, mit Hauptsitz im Sauerland, baut im ostsächsischen Kodersdorf bei Görlitz ein neues Werk - bereits das zweite in Ostdeutschland von weltweit neun Werken. Der erste Spatenstich erfolgte im Mai 2015. Das Unternehmen, das u. a. BMW, Audi, Volvo und VW beliefert, plant hier aktuell 210 neue Arbeitsplätze. Die Produktion soll noch in diesem Frühjahr beginnen. Perspektivisch sind insgesamt 450 neue Arbeitsplätze geplant. Ausschlaggebend für den Standort waren für Borbet die gute Infrastruktur und das in der Region bei den verfügbaren Fachkräften vorhandene Wissen und Können. Zudem hat die Gemeinde Kodersdorf mit Hilfe des Freistaates rund 2,1 Millionen Euro in die Erschließung des Geländes für das Borbet-Werk investiert. Die WFS stand mit dem Unternehmen seit 2008 bezüglich einer Investition in Sachsen in Kontakt. Eine Herausforderung bei der Suche nach einem geeigneten Standort war der immense Energiebedarf des Unternehmens in der Produktion. Letztlich hat sich Sachsen, auch aufgrund der guten Betreuung vor Ort, im Standortwettbewerb gegen Brandenburg, Thüringen und Tschechien durchgesetzt.

Weitere Neuansiedlungen wurden für Dresden, Freital, Grimma, Leipzig, Meerane und Rossau akquiriert.

Erweiterungen: Aushängeschilder für die Qualität des Wirtschaftsstandortes

Die Betreuung und Unterstützung von in Sachsen ansässigen Unternehmen bei deren Weiterentwicklung ist ebenso ein Arbeitsschwerpunkt der WFS. Dazu erklärt der WFS-Geschäftsführer: "Unternehmen, die sich bereits in Sachsen angesiedelt haben und nun ihre Standorte erweitern möchten, sind Aushängeschilder für die Qualität des Wirtschaftsstandortes Sachsen. Die WFS ist ein kompetenter Partner für Entwicklungsvorhaben - uns geht es um den langfristigen Erfolg der Unternehmen." Die praktische Auswirkung dieser Strategie zeigt sich darin, dass 11 der 24 Erfolgsprojekte aus 2015 von und mit sächsischen Unternehmen realisiert wurden.

Ein gutes Beispiel dafür ist der heutige Gastgeber des Pressegespräches - die ads-tec GmbH in Wilsdruff. Der Hersteller und Lieferant hochwertiger und langzeitverfügbarer Industrial IT-Systeme sowie Hochleistungs-Batteriesysteme und Speicherkomplettlösungen ist seit 2004 auch in Sachsen aktiv. Im Jahre 2009 wurde ein neues Firmengebäude in Wilsdruff bezogen, in welchem IT-Systeme und Batterien produziert werden. Mit Unterstützung der WFS und regionaler Partner erhielt Wilsdruff im Jahr 2012 schließlich auch den Zuschlag für eine geplante Erweiterungsinvestition. Standortkonkurrenten waren die ads-tec Fertigungsstätten in Baden-Württemberg und ein Partner in Sachsen-Anhalt gewesen.

Beispiel: Tower Automotive Presswerk Zwickau GmbH, Zwickau

Im vergangenen Jahr hat der Automobilzulieferer Tower Automotive in seinen bereits bestehenden Standort in Zwickau investiert und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Werkes erhöht. Die neue Warmumformanlage wurde im April 2015 in Betrieb genommen. Das Investitionsvolumen betrug 26 Millionen Euro. Insgesamt 55 neue Arbeitsplätze sind durch die Erweiterung entstanden. Die Tower Automotive Presswerk Zwickau GmbH gehört zu Tower International, einem der weltweit führenden Hersteller von Strukturkomponenten und Karosseriebaugruppen. Am Standort in Zwickau arbeiten rund 400 Mitarbeiter. Zum Kundenstamm gehören u.a. Audi, BMW, Daimler, General Motors, Porsche, Skoda und Volkswagen.

Beispiel: BANG KRANSYSTEME GmbH & Co. KG, Oelsnitz/Vogtland

Ein weiteres Beispiel für ein größeres Erweiterungsprojekt aus dem Jahr 2015 ist die BANG KRANSYSTEME GmbH & Co. KG in Oelsnitz/Vogtland. Der Spezialist für die Konstruktion, Herstellung und Montage von Fördertechnik und Krananlagen hatte im Oktober 2011 eine moderne Fertigungsstätte für die Herstellung von Sonder- und Prozesskranen am Standort eröffnet. In einer Halle mit einer Produktionsfläche von 10.000 m² werden Komponenten für Großkrane gefertigt und Krananlagen mit mechanischer und elektrischer Ausrüstung komplettiert. Im Jahr 2015 wurde eine Standorterweiterung mit einem Investitionsvolumen von 8 Millionen Euro realisiert. Dabei sind 16 neue Arbeitsplätze entstanden.

Darüber hinaus wurden größere Erweiterungen unter anderem bei Unternehmen in Borna, Klipphausen und Limbach-Oberfrohna realisiert.

Messestände und Unternehmerreisen als wichtige Instrumente

Ein drittes wichtiges Standbein im Dienstleistungsportfolio der WFS zur Stärkung der sächsischen Unternehmen sind Aktivitäten zur Absatzförderung, der Aufbau und die Pflege von Kooperationen sowie der Technologietransfer. "Hier geht es uns darum, den Unternehmen den Blick über den Tellerrand zu ermöglichen und ihnen Türen zu neuen Märkten zu öffnen", sagt Peter Nothnagel.

Produkte und Dienstleistungen aus Sachsen sind seit Jahren auch international ein Erfolg. Im Jahr 2015 erreichte der sächsische Export trotz der ernsten Schwierigkeiten im Russland-Geschäft abermals Rekordwerte. Unternehmen aus dem Freistaat exportierten im Vorjahr Waren und Dienstleistungen im Wert von 38,4 Milliarden Euro - das waren 2,4 Milliarden Euro mehr gegenüber 2014 (+6,9 Prozent). "Die Instrumente der WFS zur Absatzförderung und zur Anbahnung von Kooperationen tragen mit zu diesen hervorragenden Ergebnissen bei und werden von den Unternehmen sehr gut angenommen", zeigt sich Peter Nothnagel zufrieden.

Messe-Gemeinschaftsstände

So organisierte die WFS im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) im vergangenen Jahr insgesamt 13 "Sachsen-live"-Gemeinschaftsstände auf internationalen Branchenleitmessen. Daran beteiligten sich 129 Teilnehmer aus dem Freistaat - darunter 47 Erstteilnehmer. Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) organisierte die WFS 2015 neun "Sachsen genießen"-Gemeinschaftsstände auf Messen der Ernährungswirtschaft - mit 115 Teilnehmern - davon 36 Erstteilnehmer.
Messeorte waren u. a. Danzig/Polen, Brünn/Tschechien, Paris/Frankreich, Utrecht/Niederlande, Tokio/Japan, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate sowie San Francisco/USA.
Insbesondere die hohe Anzahl der Erstteilnehmer bestätigt das Bestreben der WFS und der Mitglieder der Außenwirtschaftsinitiative Sachsen (AWIS), den Internationalisierungsgrad von sächsischen Unternehmen zu erhöhen.

Unternehmerreisen

Ein weiteres wichtiges Instrument zur Anbahnung von internationalen Kooperationen sind Unternehmerreisen. Die WFS hat im Jahr 2015 auf 14 Delegations- und Unternehmerreisen 127 sächsische Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit ins Ausland genommen - teilweise unter Leitung von Vertretern der Sächsischen Staatsregierung. Die Reisen führten u. a. nach Dänemark, Schweden, Tschechien, Weißrussland, Georgien, Aserbaidschan, Kasachstan, in die Türkei, nach China, Südafrika, Chile, Brasilien und in die USA. "Vor Ort bekommen die Unternehmen einen ersten Eindruck von den Ländern und können persönlich erste Kontakte zu potenziellen Partnern knüpfen. Dies erleichtert dann weiterführende Aktivitäten", so der WFS-Geschäftsführer. Minister Dulig: "Ich werde im Mai mit einer Delegation in den Iran reisen, um sächsische Unternehmen zu unterstützen, diesen spannenden Markt neu zu erschließen und nachhaltig zu bearbeiten. Nach dem Ende der Isolation hat das Land einen hohen Nachholbedarf, was die Modernisierung von Wirtschaft und Infrastruktur angeht. Zudem steht China, als wichtigster asiatischer Partner, auf dem Programm - gemeinsam mit der WFS sind wir aber auch bei unseren europäischen Nachbarn, unter anderem in Tschechien und Polen aktiv vor Ort."

In Russland bleibt die WFS trotz derzeitiger schwieriger Bedingungen (Sanktionen, Ölpreisverfall, wirtschaftliche Schwäche des Landes) mit Unterstützung des SMWA aktiv. "Russland ist für die sächsischen Unternehmen ein wichtiges Zielland. Daher haben wir auch im vergangenen Jahr Unternehmerreisen und "Sachsen-live"-Gemeinschaftsstände angeboten - quasi als Investition in die Zeit nach den Sanktionen", erklärt Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig. "Ich werde im zweiten Halbjahr dieses Jahres mit einer Unternehmerdelegation in die russische Region Samara reisen. Denn für sächsische Unternehmen bleibt Russland trotz der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein wichtiger Wirtschaftspartner und Absatzmarkt."

Innovationsforen und -werkstätten

Der Erfolg sächsischer Unternehmen liegt zu einem großen Teil auch in deren Innovationskraft. Um diese zu bündeln, den Technologietransfer zu fördern sowie Forschung und Entwicklung in KMU zu stärken und dadurch deren Wachstum zu fördern, organisiert die WFS Innovationsforen und -werkstätten mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Fünf waren es im Jahr 2015 zu Themen in der Automatisierungs-, Agrar-, Umwelt- und Medizintechnik mit insgesamt rund 400 Teilnehmern.

Ausblick 2016

Für das Jahr 2016 hat die WSF einige Schwerpunkte gesetzt. "Zum einen wollen wir unsere Online-Kommunikation neu ausrichten - als Grundlage für eine weiterhin erfolgreiche Arbeit insbesondere zum Standortmarketing. Die Umsetzung ist noch für das Frühjahr 2016 geplant", berichtet WFS-Geschäftsführer Peter Nothnagel.

Das Paket für die außenwirtschaftlichen Aktivitäten der WFS ist ebenfalls geschnürt und erneut sehr umfangreich. Ein Schwerpunkt liegt wieder auf Russland. So ist u.a. wieder eine Beteiligung an der Maschinenbaumesse Metalloobrabotka in Moskau geplant.

Schon am 22. April wird Ministerpräsident Stanislaw Tillich mit Hilfe der WFS mit einer großen Unternehmerdelegation nach Korea reisen, um dort neben politischen Dialogen für den Standort Sachsen zu werben und Unternehmensgespräche zu führen. Von dort aus begleitet die WFS den Ministerpräsidenten nach Singapur, wo es ein gemeinsames Programm mit Unternehmen des Mikroelektronikclusters Silicon Saxony geben wird.

Weitere Unternehmerreisen für Ministerien der Sächsischen Staatsregierung in diesem Jahr sind in der Vorbereitung.

Über die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH

Die landeseigene Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) baut Brücken: Für sächsische Unternehmen auf ihrem Weg in die Welt und für Investoren auf ihrem Weg nach Sachsen. Seit 1991 hilft die WFS bei der Suche nach Kooperationspartnern und neuen Absatzmärkten, nach geeigneten Unternehmensstandorten und qualifizierten Zulieferern. Dabei stehen Experten mit umfangreichen Kontakten und Kenntnissen für verschiedene Branchen und Märkte zur Verfügung. Weitere Informationen: www.wfs.sachsen.de

Über die ads-tec Dresden GmbH

Das Familienunternehmen ads-tec ist Hersteller und Lieferant hochwertiger und langzeitverfügbarer Industrial IT-Systeme sowie Hochleistungs-Batteriesysteme und Speicherkomplettlösungen. Mehr als 35 Jahre Erfahrung und Fachkompetenz in der Systementwicklung zeichnen die 100-prozentigen Eigenentwicklungen von ads-tec aus. Das mittelständische Unternehmen beschäftigt 240 Mitarbeiter an zwei Standorten in Deutschland. Im Mai 2014 wurde der Hauptsitz von Leinfelden-Echterdingen nach Nürtingen bei Stuttgart verlegt. Seit 2004 ist ads-tec auch in Sachsen aktiv. Im Jahre 2009 wurde ein neues Firmengebäude in Wilsdruff bezogen, in welchem IT-Systeme und Batterien produziert werden. Im Jahr 2011 baten die Wirtschaftsförderung Region Meißen (WRM) und ads-tec die WFS um Unterstützung bei einer geplanten Erweiterungsinvestition. Für die geplante Erweiterung des Unternehmens standen die ads-tec Fertigungsstätten in Baden-Württemberg, bei einem Partner in Sachsen-Anhalt und in Sachsen im Standortwettbewerb. Die WFS unterstützte den Standort von ads-tec in Wilsdruff u. a. mit der Bereitstellung von entsprechenden Daten und Standortargumenten. Darüber hinaus war die WFS dem Unternehmen bei der Beantragung entsprechender Fördermöglichkeiten für die geplanten Erweiterungsmaßnahmen behilflich und begleitete die Firma bei Gesprächen mit SMWA und SAB. Die ads-tec Dresden GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der ads-tec GmbH und beschäftigt rund 60 Mitarbeiter am Standort Wilsdruff. Weitere Informationen: www.ads-tec.de

Über die B. Braun Avitum Saxonia GmbH

Die B. Braun Avitum Saxonia GmbH fertigt u. a. das Herzstück für Dialysebehandlungen, den Dialysator. Sehr vereinfacht dargestellt, entfernen Dialysatoren durch physikalische Prozesse giftige Substanzen aus dem Blut. Das Unternehmen gehört seit 2004 zur B. Braun Melsungen AG mit Betriebsstätten in Radeberg und Berggießhübel. Seit Mitte Februar 2016 entsteht im Gewerbegebiet Wilsdruff eine dritte Betriebsstätte, die zugleich Europas modernste Produktionsstätte für Dialysatoren wird. Das Unternehmen gehört zu den fünf großen Dialysatorenherstellern weltweit und ist der größte Standort, der Filter für die extrakorporale Blutbehandlung, wie z.B. Dialysatoren, herstellt. Die B. Braun Avitum Saxonia GmbH ist als Center of Excellence für die Weiterentwicklung von Produkten und Fertigungstechnik von Filtern der extrakorporalen Blutbehandlung aller Standorte bei B. Braun verantwortlich und beschäftigt mehr als 750 Mitarbeiter.
Die B. Braun Melsungen AG gehört zu den weltweit führenden Versorgern im Gesundheitsmarkt und hat Standorte in 64 Ländern mit 56.000 Mitarbeitern. Das Familienunternehmen aus dem hessischen Melsungen beging 2014 sein 175-jähriges Bestehen.
B. Braun bietet Produkte für Anästhesie, Intensivmedizin, Kardiologie, Chirurgie und extrakorporale Blutbehandlung sowie Dienstleistungen für Kliniken, niedergelassene Ärzte und den Homecare-Bereich. 2015 verzeichnete der B. Braun-Konzern einen Umsatz von 6,1 Mrd. Euro. Weitere Informationen: www.bbraun.de/de.html

Quelle: Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH