Polish-German Bridge Conference im polnischen Opole

Tillich wirbt auf der Polish-German Bridge Conference für enge Kontakte in Forschung und Industrie

Opole (7. April 2016) - Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat für eine noch engere Zusammenarbeit von Polen und Deutschland in Forschung und Industrie geworben.

"Polen und Deutsche haben mit Tatkraft Brücken zueinander gebaut, uns verbindet eine freundschaftliche Zusammenarbeit", sagte Tillich zum Auftakt der Konferenz "1st Polish - German Bridge Conference" im polnischen Opole. Als ein Symbol für die bereits engen Verbindungen, die auch im Alltag spürbar sind, bezeichnete er die Europabrücke in Görlitz/Zgorzelec.

"Mit der Konferenz kommt eine ganz wichtige Verbindung hinzu: ein deutsch-polnischer Brückenschlag zwischen Forschung und Industrie." Tillich betonte, es gehe darum, die vorhandenen Stärken und Potenziale grenzübergreifend zu bündeln. Tatsächlich gebe es in Wissenschaft und Forschung sowie in der Industrie und vor allem bei mittelständischen Unternehmen zahlreiche Anknüpfungspunkte. "Aus gemeinsamen Projekten und Kooperationen können so Win-win-Situationen werden."

Tillich verwies auch auf bereits bestehende enge Kontakte zwischen Sachsen und den polnischen Nachbarn. "Die Grenzregionen sind Basis und Antreiber der engen und freundschaftlichen deutsch-polnischen Beziehungen." So könne unter anderem aufgebaut werden auf Erfahrungen aus dem gemeinsamen Interreg-5a-Förderprogramm, dem Projekt "Neue Materialien" der Wirtschaftsförderung Sachsen, aber auch mit Blick auf die grenzübergreifende Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich.

Als Beispiele für vielversprechende Technologien, die den Regionen ein Profil geben können, nannte er Produktionstechniken, die Ressourcen schonen, Bauteile aus hybriden Materialien, 3-D-Druck und Leichtbaustrukturen.

Impulse für neue Technologien und Innovationen kommen unter anderem von den Technischen Universitäten in Worclaw, Opole, Freiberg, Dresden und Chemnitz und der Forschungszusammenarbeit von Polen und Deutschland im Fraunhofer Kunststoffzentrum Oberlausitz in Zittau.

Tillich sagte, es gelte, das vorhandene Know How zu vernetzen und neue Themenfelder in der Hochtechnologie zu besetzen. "Dann können wir gemeinsam mit neuen Produkten wettbewerbsfähig sein - in Europa und der Welt."

Hintergrund

Die zweitägige Konferenz wird von der Technischen Universität Opole (Oppeln) und der Technischen Universität Wrocław (Breslau) gemeinsam mit dem Bundesexzellenzcluster MERGE der Technischen Universität Chemnitz veranstaltet. Tillich ist Schirmherr. Mit dabei sind auch der polnische Vizepremierminister Jaroslaw Gowin und der sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt.

Sachsen und Polen verbinden 112 Kilometer gemeinsame Grenze entlang der Lausitzer Neiße. Bereits seit 1999 unterhält der Freistaat eine Regionalpartnerschaft mit der Wojewodschaft Niederschlesien. 2012 war ein Verbindungsbüro des Freistaates in Breslau eröffnet worden. Ein Beleg für die enge Verbindung zu den Nachbarn sind neben den Wirtschaftsbeziehungen auch zahlreiche Partnerschaften auf kommunaler Ebene, bei Kulturprojekten und im Bildungsbereich.

Quelle: SSK - Sächsische Staatskanzlei