Oberlausitz: Erhebung zur Sicherheitslage im Handwerk

Sicherheitslage in Görlitzer Handwerksbetrieben

Erste umfassende Erhebung im Landkreis Görlitz zur Sicherheitslage in Handwerksbetrieben

Die über 4.500 Handwerksbetriebe im Landkreis Görlitz sind ein wichtiger Stabilitätsanker für die Region. Damit sie auch zukünftig eine tragende Säule für nachhaltiges Wachstum, langfristige Sicherung von Beschäftigung und Förderung des Fachkräftenachwuchses bleiben, gilt es die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Ein wichtiger Standortfaktor ist dabei die Sicherheitslage. Neben der objektiven Belastung spielt vor allem die subjektive Betroffenheit eine bedeutende Rolle für das Sicherheitsempfinden der Handwerksunternehmen.

Statistische Daten zur objektiven Belastung liefert die Polizeiliche Kriminalstatistik. Um nähere Erkenntnisse über die subjektive Betroffenheit des Handwerks im grenznahen Raum zu gewinnen, befragen der Landkreis Görlitz, die Handwerksammer und die Polizeidirektion Görlitz Handwerksunternehmen zur Sicherheitslage, um daraus konkrete Handlungsmaßnahmen für die praktische Präventionsarbeit ableiten zu können. Wissenschaftlich begleitet wird dieses Vorhaben durch die Hochschule der Sächsischen Polizei (FH).

"Wir versenden dafür in den kommenden Tagen einen Fragebogen an alle im Landkreis ansässigen Handwerksbetriebe. Um ein möglichst vollständiges Bild erarbeiten zu können, bitten wir alle angeschriebenen Unternehmen um Beteiligung", wirbt Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, für das Vorhaben. "Das Thema Sicherheit beschäftigt unsere Mitgliedsbetriebe im Landkreis Görlitz im hohen Maße. Wir stehen daher schon lange im engen Kontakt mit dem Landkreis und der Polizeidirektion Görlitz, doch mit diesem Projekt erreicht unsere Kooperation eine neue Qualität."

Bernd Lange, Landrat des Landkreises Görlitz: "Die diesjährige Sicherheitsbefragung im Handwerk basiert auf den Erkenntnissen der Bürgerbefragung zur Sicherheit und Lebensqualität im Landkreis Görlitz und der stattgefundenen Sicherheitskonferenz 2015. Wir wollen damit noch detailliertere Einblicke zur Situation der Unternehmen im Landkreis gewinnen. Als bürgernahe Verwaltung ist es unser Anspruch, erster Ansprechpartner und Dienstleister für die Unternehmen in der Region zu sein und optimal auf deren Erwartungen einzugehen. Die Sicherheitsbefragung liefert uns für diese Zielstellungen wertvolle Hinweise."

"Mit der gemeinsamen Befragung zum Sicherheitsgefühl im Handwerk des Landkreises Görlitz signalisieren die Partner Geschlossenheit. Die Initiative trägt maßgeblich dazu bei, die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Verwaltung und Handwerk zum Wohle der Bürger und Unternehmen im Landkreis Görlitz weiter zu intensivieren. Zur Verbesserung der Sicherheitslage vor Ort reden wir nicht übereinander, sondern miteinander", so Conny Stiehl, Leiter der Polizeidirektion Görlitz.

Bei der Erhebung werden die Betriebe unter anderem um ihre Einschätzung zur aktuellen Sicherheitslage im Landkreis sowie zu deren gefühlten Entwicklung in den vergangenen Jahren gebeten. Auch die Betroffenheit der Handwerker durch kriminelle Delikte sowie der Einfluss der Sicherheitslage auf den Standort und die Investitionstätigkeiten wird erfragt. Außerdem werden die Betriebe gebeten, einen Überblick über getroffene Präventionsmaßnahmen und die Nutzung von Präventionsangeboten zu geben.

Die Ergebnisse der Untersuchung werden voraussichtlich im Spätsommer 2016 vorliegen und veröffentlicht.

Quelle: PM LK Görlitz