Bautzen: Neubau der Erwachsenenpsychiatrie im Sächsischen Krankenhaus Arnsdorf

Krankenhaus Arnsdorf

Grundstein für den Neubau der Erwachsenenpsychiatrie im Sächsischen Krankenhaus Arnsdorf gelegt

Die Fertigstellung ist für 2018 geplant

Am Sächsischen Krankenhaus Arnsdorf hat Abteilungsleiter Alf-Rüdiger König heute gemeinsam mit Vertretern des Finanzministeriums und des Staatsbetriebes Immobilien- und Baumanagement (SIB) sowie der Klinikleitung den Grundstein für den Neubau des Gebäudes B4 - des "Zentrums für Seelische Gesundheit" gelegt.

"Der Freistaat Sachsen hat sich bewusst für einen Teilneubau und nicht nur für die Sanierung von Bestandsgebäuden entschieden. Der Neubau schafft für die Behandlung psychisch kranker Menschen das optimale Umfeld. Die Bedingungen für die Patienten und das Personal verbessern sich entscheidend", betonte Herr König in seinem Grußwort.

"Baufeiern auf dieser Liegenschaft haben mittlerweile eine erfreuliche Tradition. Der Neubau des Gebäudes B4 - des "Zentrums für Seelische Gesundheit" - folgt dem mit der aktuellen Zielplanung entwickelten Konzept der Bildung von Behandlungszentren auf dem Areal des Sächsischen Krankenhauses Arnsdorf", erklärte der Referatsleiter Bau- und Liegenschaftspolitik im Finanzministerium, Volker Kylau.

Zukünftig bilden die Gebäude B4 und B3 ein Ensemble, welches als das neue "Zentrum für Seelische Gesundheit" ein Akutaufnahme- und Kriseninterventionszentrum und 7 mehrheitlich offen geführte psychiatrische Stationen vereint. Im Nachgang zur Fertigstellung des Neubaus B4 soll das benachbarte Gebäude B3 für die Unterbringung und Behandlung von geriatrischen Patienten optimiert und denkmalgerecht saniert werden.

Notwendig für die Positionierung des Neubaus und die städtebauliche Einordnung in die Pavillonstruktur des Krankenhauses war zunächst die Baufeldfreimachung, das heißt der Abbruch des alten Bestandsgebäudes B4, dessen Gebäudestruktur sich für die Umsetzung des neuen klinischen Konzeptes leider nicht eignete. Diese Maßnahme erfolgte in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege.

Der Neubau wird in Stahlbetonbauweise, teilweise in Sichtbetonqualität, mit einer Teilunterkellerung errichtet. Er erhält ein Satteldach und schließt 2 Innenhöfe ein. Die ruhige und geordnete Lochfassade aus zweischaligem Ziegelverblendmauerwerk mit Luftschicht und Wärmedämmung orientiert sich als geschlämmte Ziegelfassade in ihrer Anmutung an den umgebenden Gebäuden.

Die Gestaltung der einzelnen Stationen in den Obergeschossen folgt dem Ziel, einerseits eine angenehme Wohnatmosphäre für die Patienten zu schaffen und andererseits die Arbeitsabläufe des Personals zu erleichtern. So entstehen separate Schlaf- und Gemeinschaftsbereiche und jeweils ein zentral angeordneter Pflege-Dienstraum mit Blickbeziehung in alle relevanten Bereiche.

Die Innenhöfe sind als Atrien gestaltet, die neben erweitertem Tageslicht auch Freiräume in Form von Loggien schaffen. Diese dienen als zusätzliche Aufenthalts- und Kommunikationszonen, die Beaufsichtigung der Patienten ist auch hier vom Dienstplatz aus sichergestellt.

Die Gesamtbaukosten für den Neubau B4 und die Sanierung des Gebäudes B3 belaufen sich auf 28,5 Millionen Euro, davon werden ca. 18,5 Millionen Euro für den Neubau aufgewendet.
Der Baubeginn für das Gebäude B4 erfolgte im März 2015 mit dem Abbruch des alten Bestandsgebäudes und der Umverlegung des Medienkanals. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Mai 2018 geplant.

Zur Geschichte:

1906 beschloss das Königreich Sachsen die Errichtung einer Heil- und Pflegeeinrichtung, die am 1. April 1912 eröffnet wurde. Insgesamt entstanden auf über 35 Hektar Fläche mehr als 20 Jugendstilgebäude inmitten einer großen Parkanlage. Nach 1990 übernahm der Freistaat Sachsen die Trägerschaft des Sächsischen Krankenhauses. Seitdem hat es sich zu einem modernen Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie entwickelt.

Quelle: PM LK Bautzen