Lübbenau: ver.di Protestkundgebung am ASB-Pflegeheim

ver.di Protestkundgebung in Lübbenau

Für mehr Entgelt! Aufruf zur Protestkundgebung vor dem ASB-Pflegeheim "Haus zum Spreewald" in Lübbenau

am 11.03.2016 von 9 Uhr bis 10 Uhr - Lübbenau, Beethovenstraße 20

Die ver.di-Mitglieder und Beschäftigten fordern vom ASB den Abschluss eines Tarifvertrages, wie er mit der Seniorenzentrum Albert-Schweitzer gGmbH für die Pflegeheime in Finsterwalde, in Doberlug-Kirchhain und in Herzberg seit 1. Januar 2015 gültig ist.

Mit dem ASB Ortsverband werden seit Ende September 2015 Tarifverhandlungen geführt. In der letzten Verhandlungsrunde am 8. März 2016 hat der ASB für die Beschäftigten in der Pflege erstmals einen Entgeltvorschlag unterbreitet, der im ersten Schritt Entgelterhöhungen im Umfang von 1,3% bis 8,3% vorsieht. Das Entgeltniveau liegt dann aber immer noch 3,7% bis 25,8% (jeweils abhängig von der Beschäftigungszeit) unter dem Niveau der Tarifentgelte für die Beschäftigten der Seniorenzentrum Albert-Schweitzer gGmbH. Zwölf Monate später sollten die Entgelte pauschal um weitere 100 EUR (bei Teilzeit anteilig) steigen.

Die ver.di Tarifkommission hat das Entgeltangebot für die Beschäftigten in der Pflege als völlig unzureichend zurückgewiesen.

Für die Beschäftigten im Servicebereich (Küche, Reinigung, Verwaltung etc.) und für die Beschäftigten in der Kinder- und Jugendhilfe sowie im Rettungsdienst wurde noch kein Entgeltangebot unterbreitet.

Der ASB hat auch noch keinen verbindlichen Termin unterbreitet, ab wann der Tarifvertrag in Kraft treten soll.

Die Tarifkommission fordert jetzt Tarifentgelte, wie sie für die Beschäftigten der Seniorenzentrum Albert-Schweitzer gGmbH zur Zeit tariflich geregelt sind. Die gesetzlichen Grundlagen zur Finanzierung der Pflege und zum Aushandeln der Pflegesätze sind für alle Pflegeheime einheitlich im Sozialgesetzbuch XI (SGB XI) geregelt.

Jetzt an der Protestkundgebung teilnehmen!

Für die Beschäftigten in der Kinder- und Jugendhilfe des ASB fordert ver.di tarifliche Entgelte, die sich am gültigen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) orientieren und deren Finanzierung über den Landkreis Oberspreewald-Lausitz geregelt ist.

Für die Beschäftigten in der ASB Rettungswache in Vetschau fordert ver.di tarifliche Entgelte, wie sie mit der Klinikum Niederlausitz GmbH für die Rettungswache in Senftenberg verhandelt wurden und vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz finanziert werden.

Schluss mit den Dumpinglöhnen in der Pflege! Gute Pflege muss auch gut bezahlt werden!

Für die Pflegesatzverhandlungen für die stationäre Pflege gilt nach § 84 Absatz 2 Satz 3 und 4 Sozialgesetzbuch (SGB) XI: "Die Pflegesätze müssen einem Pflegeheim bei wirtschaftlicher Betriebsführung ermöglichen, seine Aufwendungen zu finanzieren und seinen Versorgungsauftrag zu erfüllen. Die Bezahlung tarifvertraglich vereinbarter Vergütungen sowie entsprechender Vergütungen nach kirchlichen Arbeitsrechtsregeln kann dabei nicht als unwirtschaftlich abgelehnt werden."

Die Tarifverhandlungen werden am 14. März 2016 in Vetschau fortgesetzt.

Quelle: ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft