Countdown für das 11. Brandenburger Dorf- und Erntefest

Festbieranstichzum 11. Brandenburger Dorf- und Erntefest in Luckau

11. Brandenburger Dorf- und Erntefes11. Brandenburger Dorf- und Erntefest Luckau - Eine Woche vor dem 11. Brandenburger Dorf- und Erntefest im Luckauer Ortsteil Fürstlich Drehna kommt Staatssekretärin Kathrin Schneider auf Einladung von Bürgermeister Gerald Lehmann in die Stadt an der Berste, um hier an ein Kapitel gelebter Nachbarschaft - die Noppergemeinden - zu erinnern. Der Anstich des ersten Festbierfasses zum 11. Brandenburger Dorf- und Erntefest gibt im Anschluss daran einen ersten Vorgeschmack auf das Landesfest, das am 13. und 14. September in Fürstlich Drehna startet.

Noppergemeinden in Luckau

Die Stele, die der Calauer Commune gewidmet ist und demzufolge auch in der Calauer Straße steht, erinnert ein Kapitel der Stadtgeschichte. Das Niederlausitzer Wort Nopper bedeutet Hochdeutsch Nachbar. Luckau, erstmals 1267 urkundlich erwähnt, gehörte in der Frühneuzeit zu den dynamisch wachsenden Marktflecken der Niederlausitz. Jenseits der bis heute gut erhaltenen Stadtmauer und dem wasserführenden Graben entwickelten sich in östlicher und westlicher Richtung zwei Vorstädte, die Platz für Neubürger und Gewerbe boten. Ausdruck des Miteinanders waren in den Vorstädten die Noppergemeinschaften, bürgerschaftliche Initiativen, die Rechte und Pflichten der Vorstadtbewohner festlegten und so maßgeblich Einfluss auf das Zusammenleben ausübten. Die Anfänge der "Noppern vom Töpferende" in der Sandoer Vorstadt lassen sich mit einem beurkundeten Statut auf das Jahr 1523 zurückdatieren. Drei Nachbarschaftsgemeinden haben die Zeit überdauert. Heute stehen sie für Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement.

Die Luckauer, die aktives Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Städte mit historischem Stadtkern sind, sehen die Aufstellung der Stele auch als Beitrag zum Jahresmotto des Kulturlandjahres 2014, das ganz im Zeichen von Nachbarschaften steht.

Festbieranstich am Markt

Für die Gastgeber eines Brandenburger Dorf- und Erntefests gehört die Präsentation heimischer Produkte zum Pflichtprogramm. Für die kleine, handwerklich geführte Brauerei in Fürstlich Drehna war dies Ansporn, ein Festbier zum Fest zu kreieren, das auch über den Verkauf in Einzelhandelsketten für den Festbesuch werben soll.

In typisch-handwerklicher Tradition wird das "Fürstlich Drehna Festbier" in offener Gärung gebraut. Diese besonders seltene, weil sehr kostenintensive und aufwendige Herstellung, findet man nur noch in wenigen Brauereien. Durch die offene Gärung wird eine natürliche Abtrennung der Gerbstoffe erreicht, damit Aromen, Vitamine und Mineralien im Bier enthalten bleiben. Das Bier erhält die Zeit zum Gären, die es braucht, und reift bis zu sechs Wochen. Das Ergebnis ist ein frisch-würziger Geschmack und eine ausgeprägte, aber angenehme Hopfigkeit, die dem Bier seinen einzigartigen Charakter verleihen.

Gewissermaßen als Quereinsteiger hat Arno Schelzke die ehemalige Schlossbrauerei Fürstlich Drehna wieder zu neuem Leben erweckt. Sein kleines, hoch motiviertes Team stellt Biere und Biergetränke in Premium-Qualität her. Das älteste Lebensmittelgesetz in Deutschland, das deutsche Reinheitsgebot, verträgt sich bestens mit dem Slow-Food-Gedanken, dem sich der Unternehmer verpflichtet fühlt.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg