tschechische Lausitz

Das Gebiet der tschechische Lausitz ist das heutige Lausitzer Gebirge. Das Lausitzer Gebirge ist ein nicht besonders ausgedehntes Bergland in Nordböhmen (siehe Karte) an der deutsch-tschechischen Grenze zwischen Decín (Tetschen) und Liberec (Reichenberg). Der kleinere Teil dieses Berglandes auf deutschem Gebiete heisst das Zittauer Gebirge. (Quelle: http://www.luzicke-hory.cz/ )

Um die Zugänglichmachung des Lausitzer Gebirges haben sich schon vor mehr als hundert Jahren die hiesigen Gebirgsvereine verdient gemacht, deren Mitglieder eine grosse Anzahl von Wanderwegen und Aussichtspunkten im Gebirge aufgebaut und hergerichtet haben, aber daneben auch einige Aussichtstürme und Berggaststätten errichtet und betrieben haben.

Nach 1945 ist leider der Grossteil dieser Objekte ausgebrannt oder wegen ungenügender Pflege eingestürzt. Erst in den letzten Jahren beginnt sich die Lage zu bessern und dank des wachsenden Interesses der hiesigen Einwohner und Besucher wird aus dem Lausitzer Gebirge wieder eine malerische Landschaft. In den Städtchen und Dörfern am Fusse des Gebirges mehren sich gut hergerichtete Häuschen, an den Wegrändern erscheinen wieder die unlängst zerstörten Kapellen und Kreuze.

Im Jahre 1993 wurde der steinerne Aussichtsturm auf dem Jedlová (Tannenberg) wiederhergestellt und eröffnet; zwei Jahre später auch das anliegende Berggasthaus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 1998 wurde auch der Aussichtsturm in der Ruine des Kamenický hrad (Burg Kamnitz) erneuert. Fast genau fünf Minuten vor zwölf Uhr ist es gelungen, den einzigartigen eisernen Aussichtsturm auf dem Studenec (Kaltenberg) vor dem Abriss zu retten; sein weiteres Schicksal ist aber trotzdem noch unsicher.

Trotz alledem blieb das Lausitzer Gebirge bis heute in einem hohen Grade unberührt erhalten und bietet deswegen Wanderern, Touristen und Skisportlern viele Erholungsmöglichkeiten.