BTU Projekte zur Triebwerksforschung genehmigt

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Die Brandenburgische Technische Universität arbeitet seit circa 15 Jahren eng mit Rolls-Royce Deutschland zusammen, um neuartige Analysemethoden und Entwurfsprozesse zu entwickeln, mit denen sich Triebwerke hinsichtlich Kerosin-Verbrauch und Emissionen optimieren lassen. Vor wenigen Tagen wurden zwei weitere, gemeinschaftliche Forschungsvorhaben genehmigt.

BTU Cottbus-Senftenberg erhält fast eine Million Euro für die Triebwerksforschung

Zwei Projekte untersuchen innovative Entwurfsmethoden und Triebwerke der übernächsten Generation

Im Projekt ANTriebE (Adaptive Neuorientierung von Triebwerks-Entwurfssystemen) mit einem Volumen von ca. 290T € sollen BTU Doktoranden heutige Entwurfsmethoden auf die neuen Herausforderungen von Industrie 4.0 vorbereiten, bei denen sich die Produktentwicklung nicht mehr allein nur an den Eigenschaften des neuen Produkts orientiert, sondern auch Aspekte des Betriebs über die gesamte Lebensdauer hinweg einfließen sollen.

Im Projekt KEPLER (Key System, Entwurfs-Prozesse, Leichtbau, EHM für Hochleistungs-Reduktionsgetriebe) mit einem Volumen von ca. 800T € unterstützt die BTU den für das Land Brandenburg so wichtigen Triebwerkshersteller Rolls-Royce bei der Entwicklung einer zentralen Komponente für Triebwerke der übernächsten Generation. Diese werden unter anderem einen deutlich größeren, langsam laufenden Fan und eine neue Kerntriebwerksarchitektur für höchste Treibstoffeffizienz und niedrige Emissionen aufweisen. Dabei wird erstmalig ein Reduktionsgetriebe eingesetzt. Der Erstlauf dieses Leistungsgetriebes im Rolls-Royce Getriebe-Testzentrum in Dahlewitz fand bereits statt. Er markiert den Beginn einer ganzen Reihe von Tests, bei denen bis zu 100.000 PS auf die Getriebe wirken werden. Das entspricht der Leistung von mehr als 100 Formel 1-Rennwagen und macht die Komponente zum leistungsfähigsten Luftfahrtgetriebe der Welt. Auf Grund der hohen Anforderungen an Drehzahl, Größe, zu übertragender Leistung, Wirkungsgrad und Gewicht besteht noch erheblicher Forschungsbedarf, den die BTU Doktoranden mit abdecken sollen.

Die beiden Projekte werden zu 80 Prozent vom Brandenburger Ministerium für Wirtschaft und Energie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert, die restlichen 20 Prozent sind von den beteiligten Lehrstühlen Technische Mechanik und Fahrzeugdynamik (Prof. Bestle), Flug-Triebwerksdesign (Prof. Höschler) sowie Strukturmechanik und Fahrzeugschwingungen (Prof. Kühhorn) selbst aufzubringen.

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Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
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