Zukunft der Energieregion Lausitz

Kraftwerk Boxberg

Der CDU-Kreisvorstand Görlitz traf sich am Montag, den 16. April, zu Gesprächen über die Zukunft der Energieregion Lausitz im Kraftwerk Boxberg.

Gesprächen über Strukturwandel der Energieregion Lausitz im Kraftwerk Boxberg

Auf einer Tour durch das Kraftwerk haben sich die Mitglieder des Kreisvorstandes die beeindruckenden Dimensionen des Kraftwerkes vor Augen geführt. Etwa 570 Mitarbeiter sind heute am Kraftwerksstandort Boxberg beschäftigt, 1350 LEAG-Mitarbeiter leben im Landkreis Görlitz und stellen damit nicht nur als Kaufkraft eine wichtige Größe dar. Auch das Auftragsvolumen von etwa 46 Mio. Euro, das die LEAG jährlich im Landkreis Görlitz für Beschaffung und Dienstleistungen vergibt, trägt in Größenordnungen zur Wertschöpfung in der Region bei. CDU-Kreisvorsitzende Octavian Ursu: "Wir haben uns erneut davon überzeugt, auf welchem hohen Niveau die Energieerzeugung am Standort stattfindet und welche gute Arbeit die Menschen hier leisten, damit Unternehmen und Menschen absolut störungsfrei Strom geliefert bekommen." Die Kohle sei rein technisch gesehen zukunftsfest für die nächsten 30 oder 40 Jahre. "Die CDU im Landkreis und im Freistaat wird sich stark dafür machen, damit die Braunkohleverstromung auch politisch sicher bleibt, bis ein geordneter Strukturwandel in der Region als vollzogen gelten kann" so Ursu.

Gemeinsam mit LEAG-Vertretern aus Vorstand und Mitarbeitern wurden auch der Strukturwandel in der Region diskutiert. Dazu Octavian Ursu: "Die gesamte Region braucht für eine gute Entwicklung zunächst ein Leitbild, das mit den Akteuren vor Ort, also Unternehmen, den beteiligten Landkreisen und den Bundesländern Sachsen und Brandenburg abgestimmt sein muss. Nur wenn wir eine eigene Idee davon haben, wo es mit der Region hingehen soll, können wir unseren Standort mit seinen Vorzügen international bewerben. Wir haben hier große zusammenhängende Industrieflächen, sowie hervorragend ausgebildetes und motiviertes Personal. Das sind zwei gute Voraussetzungen für die zukünftige Entwicklung des Standortes." Wofür wir uns schon heute stark machen müssen, ist eine Verkehrsanbindung in die Region. "Dazu zählt der dreispurige Ausbau der A4 bis zur polnischen Grenze und darüber hinaus, aber auch die Nord-Süd-Verbindung des Landkreises (Verlängerung der B178n) und eine Elektrifizierung der Eisenbahnstrecken in die Region. "Produzierende Industrieunternehmen werden wir nicht damit locken können, dass es vielleicht in 20 Jahren mit der Verkehrsanbindung klappt. Die Zusagen müssen eher heute als morgen kommen", so Ursu weiter.

Quelle: CDU-Kreisverband Görlitz