Baupreise in Berlin und Brandenburg im Höhenflug

Höchste Anstieg bei Baupreisen in Berlin und Brandenburg seit über zehn Jahren

Der Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) kostete im Februar 2018 in Berlin 5,5 Prozent und in Brandenburg 4,9 Prozent mehr als im Februar 2017. Das ist der höchste Anstieg in der Region Berlin-Brandenburg seit über zehn Jahren, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Gegenüber dem Vorberichtsmonat November 2017 erhöhten sich die Baupreise in beiden Ländern um 2,7 Prozent.

Nachdem die Baupreise im vergangenen Jahr im Durchschnitt in Berlin und Brandenburg um rund 4 Prozent gestiegen waren, setzte sich zu Beginn 2018 in beiden Ländern der zunehmende Auftrieb der Baupreise mit jetzt 5 Prozent ungehemmt fort.

Stärker erhöhten sich die Baupreise im Vorjahresvergleich zuletzt im November 2007 mit einem Anstieg um 6,5 Prozent in Berlin und um 9,5 Prozent in Brandenburg.

Ursache der starken Teuerung gegenüber Februar 2017 waren in beiden Ländern deutliche Preiserhöhungen sowohl für Roh- als auch für Ausbauarbeiten, wobei vor allem in Berlin die Preise für Bauarbeiten im Rohbau kräftiger stiegen als für die im Ausbau. Auch im Vergleich zu den Ergebnissen für den Vorberichtsmonat November 2017 nahm die jährliche Teuerung für Roh- und Ausbauarbeiten in Berlin stärker zu als in Brandenburg. Während sich von November 2017 bis Februar 2018 der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr für Rohbauarbeiten in Berlin von 4,6 auf 6,1 Prozent erhöhte, nahm er für Rohbauarbeiten in Brandenburg von 4,1 auf 5,0 Prozent zu. Der Preisanstieg für Arbeiten im Ausbau erhöhte sich im gleichen Zeitraum in Berlin von 3,7 auf 4,9 Prozent und in Brandenburg von 4,4 auf 4,9 Prozent. Der stärkere Anstieg der Baupreise in Berlin relativiert sich bei einer längerfristigen Betrachtung. So lag die Preisentwicklung zum Basisjahr 2010 in Brandenburg für Bauleistungen bei Wohngebäuden insgesamt immer noch um 4,1 Prozentpunkte über der in Berlin.

Unter den Bauarbeiten in Berlin erhöhten sich mit Abstand am stärksten die Preise für Erdarbeiten. Sie stiegen gegenüber Februar 2017 um 17,6 Prozent. Auffällig in Brandenburg war vor allem die Preiserhöhung für Maler- und Lackierarbeiten mit einem Anstieg um 12,1 Prozent. Für Mauer- und Betonarbeiten, den Bauarbeiten mit dem größten Anteil am Neubau für Wohngebäude, musste man in Berlin 0,8 bzw.

7,1 Prozent und in Brandenburg 4,5 bzw. 5,3 Prozent mehr als im Februar 2017 bezahlen.

Preisrückgänge für Bauarbeiten binnen Jahresfrist waren im Februar 2018 weder in Berlin noch in Brandenburg festzustellen.

Auch die Preise für Instandhaltungsarbeiten, den Neubau von Nichtwohngebäuden und vor allem für den Straßenbau stiegen deutlich. Hier lagen die Preiserhöhungen im Vergleich zu Februar 2017 in Berlin zwischen 4,6 und 9,7 Prozent und in Brandenburg zwischen 5,4 und 9,1 Prozent.

Baupreise in Berlin und Brandenburg

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg