Unternehmensinsolvenzen in Berlin und Brandenburg

Anzahl der Insolvenzverfahren gegen Unternehmen in Brandenburg gesunken

Im Land Brandenburg wurden im 3. Quartal 2017 gegen 101 Unternehmen Insolvenzverfahren beantragt. Das waren 29,9 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Die voraussichtlichen Forderungen sanken um 19,4 Prozent auf insgesamt 32,5 Mill. EUR.

Drei Viertel der Insolvenzverfahren gelangten zur Eröffnung (75 Fälle). In 26 Fällen reichte das Vermögen der verschuldeten Unternehmen nicht zur Deckung der Verfahrenskosten, so dass es zur Abweisung mangels Masse kam.

Unternehmensinsolvenzen im Land Brandenburg

Im Berichtsquartal wurden mit 22 Verfahren (Anteil: 21,8 Prozent) und voraussichtlichen Forderungen in Höhe von 4,1 Mill. EUR (Anteil: 12,6 Prozent) bei den vier Brandenburger Insolvenzgerichten die meisten Unternehmensinsolvenzen für das Baugewerbe gezählt. Im Wirtschaftszweig "Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz" waren es 17 Verfahren mit ausstehenden Forderungen in Höhe von 6,5 Mill. EUR (Anteil: 16,8 Prozent bzw. 20,1 Prozent). Zwei Drittel der insolventen Unternehmen (67 Fälle) konnten sich keine acht Jahre am Markt halten. Bei 31 Firmen war deren Gründung nicht länger als drei Jahre her.

Im 3. Quartal 2017 wurden die meisten Unternehmensinsolvenzen in den Landkreisen Barnim und Oberhavel mit zwölf bzw. elf Fällen (Anteil: 11,9 Prozent bzw. 10,9 Prozent) und voraussichtlichen Forderungen von 1,4 Mill. EUR bzw. 3,4 Mill. EUR registriert. Die wenigsten Insolvenzverfahren gegen Unternehmen wurden in der Stadt Brandenburg an der Havel mit zwei Fällen gezählt.

Rückgang der Unternehmensinsolvenzen in Berlin

Gegen 337 Unternehmen wurden im 3. Quartal 2017 in Berlin Insolvenzverfahren beantragt. Das waren 9,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Nach Mitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg sanken die voraussichtlichen Forderungen um 27,1 Prozent auf 115,5 Mill. EUR.

216 Insolvenzverfahren gelangten zur Eröffnung, aber in 121 Fällen reichte das Vermögen der verschuldeten Unternehmen nicht zur Deckung der Verfahrenskosten, so dass es zur Abweisung mangels Masse kam.

Unternehmensinsolvenzen in Berlin

Im Amtsgericht Charlottenburg wurden im 3. Quartal für den Wirtschaftszweig "Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz" 67 Verfahren mit ausstehenden Forderungen in Höhe von 19,9 Mill. EUR (Anteil: 19,9 Prozent bzw. 17,3 Prozent) entgegengenommen. 54 Verfahren (Anteil: 16,0 Prozent) mit voraussichtlichen Forderungen in Höhe von 8,5 Mill. EUR (Anteil: 7,4 Prozent) wurden im Baugewerbe gezählt. Von allen insolventen Unternehmen konnten sich 209 Firmen keine acht Jahre am Markt halten. Bei 93 Unternehmen war deren Gründung nicht länger als drei Jahre her.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen wurden in den Bezirken Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf mit 63 bzw. 50 Anträgen (Anteil: 18,7 Prozent bzw. 14,8 Prozent) und voraussichtlichen Forderungen von 20,7 Mill. EUR bzw. 19,3 Mill. EUR registriert. Die wenigsten Insolvenzverfahren gegen Unternehmen wurden im Bezirk Marzahn-Hellersdorf mit zwölf Fällen und offenen Rechnungen von 2,4 Mill. EUR gezählt.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg