Spreewälder Winter(aus)zeit auf der Spur

Winterzauber im Spreewald

Journalisten besuchen im Rahmen der Winterkampagne des Tourismusverbands den Spreewald

Vom 03. bis 05.12. sind im Rahmen der Winterkampagne des Tourismusverbandes Spreewald Journalisten verschiedener überregionaler Medien in der Reiseregion zu Gast. Ihr Programm richtet sich vornehmlich auf das Kennenlernen der Angebote in den Wintermonaten, um das Interesse auf die ganzjährige Attraktivität der Destination zu richten. Während ihrer Tour besuchen sie Lübbenau, Burg und Cottbus. Sie erleben verschiedene Highlights wie die Spreewaldweihnacht, das Schloss Lübbenau, kochen mit Spitzenkoch Thiele vom Bio-Hotel Kolonieschänke, das Apothekenmuseum u.v.m.

Journalisten zu Gast im Spreewald

Vor gut 160 Jahren, genauer in den Jahren nach 1859, berichtet der Journalist Theodor Fontane begeistert von seinen Erlebnissen im Spreewald. Schwärmerisch und detailgenau beschreibt er zunächst für die Preußische Zeitung, später in seinen Büchern "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" die Stationen seiner Reise. Und er entzündet damit große Neugier und Entdeckerlust für den Spreewald. Seither ist der Tourismus aus dem Spreewald nicht mehr wegzudenken. Bis heute kommen Journalisten und Schriftsteller in die Region, um deren Schönheit zu bestaunen und den Menschen zu berichten. Noch bis Dienstag, den 05. Dezember, befindet sich auf Einladung der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH und des Tourismusverband Spreewald eine Gruppe bundesdeutscher Journalisten vor Ort. Die Entdeckertour beginnt, wie die des Kollegen Fontane in der Spreewaldstadt Lübbenau, der sie mit den Worten "heimliche Hauptstadt" tituliert. Ihm ähnlich erlebt die Gruppe nun eine Kahnfahrt, jedoch auf winterlichen Fließen, hin zu einem Weihnachtsmarkt im Spreewalddorf Lehde, der mit viel Liebe zum Detail eine Atmosphäre verbreitet, als wäre die Zeit stehen geblieben. "Die Mischung aus Besinnlichkeit und Regionalität hat mich besonders beeindruckt."

Bildergalerie Winterzauber im Spreewald

Heide Diehl schreibt für das Neue Deutschland. "Es ist schön, wenn in diesen Tagen ein Weihnachtsmarkt auf Authentizität setzt und weniger auf Kommerz. Mir hat das sehr gut gefallen und ganz besonders toll ist natürlich die Anfahrt mit dem Kahn."

Die Pressereise ist Bestandteil der Winterkampagne, die die Orte der Region gemeinsam unter dem Dach des Tourismusverbands Spreewald initiiert haben. "Ziel der Kampagne ist, das hohe Interesse an Aktivitäten im Spreewald auch auf die vielen Angebote in den Wintermonate auszudehnen", sagt Annette Ernst, Leiterin des Tourismusverbandes. "Gemeinsam mit den touristischen Anbietern und Verantwortlichen setzen wir uns für den konsequenten Ausbau der Angebotsvielfalt auf hohem Niveau in diesen Reisemonaten einerseits, sowie der Bereitstellung der notwendigen Voraussetzungen andererseits ein, damit unsere Gäste das gesamte Jahr kommen, die Schönheiten genießen und sich eine Winterauszeit gönnen."

Einen Ort, den Fontane "Reisedessert" nennt, lernen die Journalisten am ersten Abend kennen. Gemeint sind der Lynarsche Park und das Schloss Lübbenau "... ein stattlicher Bau, der gewinnen wird, wenn er erst seinerseits ein paar hundert Jahre auf dem Rücken trägt ...", denn 1859 ist es gerade seit 30 Jahren erbaut. Nun hat es wirklich eine bewegte Geschichte hinter sich und beherbergt seit 1992 ein hervorragendes Hotel. Der Schlossherr selbst, Rochus Graf zu Lynar, lädt zum Aperitif, zum Gänseessen und liest aus seinen Buch, das die Geschichte seiner Familie beschreibt. "Er ist ein exzellenter Gastgeber. Die Atmosphäre war wunderbar entspannt und ich habe die Lesung sehr genossen", fasst Heidi Diehl ihre Eindrücke zusammen.

Die Folgetage halten für die Pressevertreter ein straffes, erlebnisreiches Programm vor. Es geht ins Biosphärenreservat, sie lernen etwas über die kulinarischen Seiten des Spreewaldes und verbringen einen spannenden Abschlusstag in Cottbus. Annette Ernst: "So eine Pressereise ist immer spannend - für die Journalisten, aber auch für uns. In den Gesprächen erfahren wir, wie die Region in anderen Bundesländern wahrgenommen wird, an welchen Hebeln wir noch ziehen müssen, welche Informationen nach außen fehlen. Wenn dann unsere Gäste, ähnlich entzündet wie einst Theodor Fontane vor 160 Jahren, begeistert über die Region berichten, bin ich wirklich guter Dinge, dass sich der Spreewald über hohe Besucherzahlen auch in Zukunft keine Sorgen machen muss."

Quelle: Tourismusverband Spreewald