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Siemens-Aus in Görlitz

Schließung des Siemens-Standortes Görlitz

Lausitzer Statements zum Siemens-Aus in Görlitz

Landrat Bernd Lange und Oberbürgermeister Siegfried Deinege zur Schließung des Siemens-Standortes Görlitz

Landrat Bernd Lange ist erschüttert und entsetzt über die Entscheidung der Siemens-Konzernleitung, den Standort Görlitz in naher Zukunft schließen zu wollen. Denn Siemens Görlitz mit dem Industriedampfturbinenbau ist auf diesem Sektor Weltmarktführer. Zudem besticht das Görlitzer Werk im Vergleich zu anderen deutschen Standorten mit seiner Effizienz und Rentabilität.

Lange mahnt von der Siemens-Zentrale ausdrücklich die Einhaltung des Grundsatzes der Wirtschaftspolitik ein, nämlich die soziale Marktwirtschaft. "Die Region hat es einfach nicht verdient, die überwiegende Last des Siemens-Stellenabbaus zu tragen", so der enttäuschte Landrat. Kämpferisch richtet er noch einmal Worte an die Politiker in Berlin: "Ich appelliere an Sie, durch Ihre Entscheidungen zur Energiepolitik, dass für Europa so wichtige Dreiländereck in seiner Struktur nicht zu schwächen, sondern zu stärken". Oberbürgermeister Siegfried Deinege fügt hinzu: "Die Entscheidung ist auch eine Katastrophe für unseren Mittelstand, für die Zulieferer, für den Handel und viele weitere Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens für uns hier vor Ort. Unsere Stadt wird bei diesem geplanten Ausverkauf, der vor allem unsere jungen Familien betrifft, nicht kampflos zuschauen".

Bereits am 25. Oktober 2017 hatten sich Landrat Bernd Lange und Oberbürgermeister Siegfried Deinege mit Vertretern des Siemensbetriebsrates Görlitz und dem Sächsischen Landtagsabgeordneten Octavian Ursu (CDU) getroffen, um sich zur langfristigen Sicherung des Siemens-Standortes Görlitz abzustimmen. Die Bundes- und Landesregierung muss ein eindeutiges Bekenntnis der Siemens-Konzernleitung zum Erhalt des Standortes Görlitz sowie aller deutschen Standorte einfordern. Gleiches gilt für die Transparenz im Entscheidungsprozess zur Restrukturierung der Sparte "Power & Gas". Außerdem wird die Unterstützung bei einer fairen Lösungsfindung für die Standorte in Deutschland durch wirtschaftliche Beratung und Expertise angemahnt. Ferner sollen sich Bund und Land bei der Mitgestaltung eines tragfähigen und nachhaltigen Konzeptes zum Erhalt des Kompetenzzentrums Görlitz und einer Fixierung von Maßnahmen für eine positive Weiterentwicklung in der Zukunft einbringen. (Quelle: PM Landkreis Görlitz)

Siemens-Aus in Görlitz ist ein wirtschaftlicher Tiefschlag für die Lausitz

IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Detlef Hamann zum drohenden Aus von Siemens im Görlitz

Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK) zur Ankündigung der Schließung des Siemens-Standortes Görlitz: "Mitten in den politischen Diskussionen um Kohleausstieg und Strukturwandel in der Lausitz trifft unsere ostsächsische Region ein neuer wirtschaftlicher Tiefschlag. Es bestätigt sich die bittere Wahrheit, dass unternehmerische Entscheidungen global agierender und börsenkursgetriebener Konzerne keine Rücksicht auf regionale Belange nehmen. Diese Entscheidung wird nicht nur Auswirkungen auf zahlreiche und gut bezahlte Arbeits- und Ausbildungsplätze in Görlitz haben, sie stellt auch viele mittelständische Zulieferer und Dienstleister in der gesamten Region vor neue Probleme und die Ungewissheit, wieviel Zeit noch verbleibt, sich auf diese neue Situation einzustellen" (Quelle: IHK Dresden)

Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Wirtschaftsminister Martin Dulig zur heutigen Verlautbarung von Siemens

Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Wirtschaftsminister Martin Dulig sind sich einig, dass die heute durch die Siemens AG vorgestellten Schließungspläne im Bereich Power & Gas an den Standorten in Leipzig und Görlitz unverantwortlich sind. In Sachsen wären mehr als 700 Mitarbeiter in Görlitz und rund 200 Mitarbeiter in Leipzig betroffen.

"Ich habe überhaupt kein Verständnis für diese Entscheidungen, die jegliche regionale Verantwortung eines großen deutschen Konzerns vermissen lassen. Wir wollen jetzt mit Siemens über Alternativen für die sächsischen Standorte in Görlitz und Leipzig reden, um den guten Mitarbeitern eine Perspektive zu geben und das industrietechnische Know-how in Sachsen zu erhalten", sagt der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich.

Wirtschaftsminister Martin Dulig zeigt sich wütend und empört über die Entscheidung von Siemens: "Es kann nicht sein, dass trotz enormer Rekordgewinne, die dieses Unternehmen einfährt, die Verantwortung für die Menschen und für die gesamte Industrieregion aufs Spiel gesetzt wird. Das kann nicht das letzte Wort sein. Nun kommt es auf die Stimmen im Aufsichtsrat an. Die Staatsregierung steht an der Seite der Arbeitnehmervertreter und der IG Metall im Aufsichtsrat, die einem solchen Konzept eine Abfuhr erteilen müssen. Ein Kahlschlag kann nicht die Lösung sein. Daher erwarte ich von Siemens, dass diese Entscheidung gegen Sachsen revidiert wird. Unsere Hand bleibt ausgestreckt, um vernünftige Lösungen zu finden." (Quelle: Sächsische Staatsregierung)

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Tags:
Görlitz, Siemens
Datum:
Donnerstag, 16. November 2017, 17:28 Uhr
Kommentare zu "Siemens-Aus in Görlitz"
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