Bahnausbauprojekt Berlin-Dresden: Straßenüberführung eröffnet

Betonten die Vorzüge, die sich mit der neuen Brücke ergeben: Sonnewaldes Bürgermeister Werner Busse, Michael Blume, Projektleiter Baulos Süd der DB Netz AG, Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Doberlug-Kirchhains Bürgermeister Bodo Broszinski (v.l.n.r.).

Bahnstrecke Berlin-Dresden: Eröffnung der neuen Straßenüberführung zwischen Frankena und Schönewalde

Neue Brücke bei Frankena ersetzt zwei Bahnübergänge

Bei Frankena ist am 19. Oktober eine rund zwölf Meter lange Brücke über die Bahnstrecke Berlin-Dresden freigegeben worden. An der feierlichen Eröffnung nahmen neben Landrat Christian Heinrich-Jaschinski die Bürgermeister der Städte Doberlug-Kirchhain und Sonnewalde, Bodo Broszinski und Werner Busse, sowie weitere Vertreter beider Städte, der Deutschen Bahn AG sowie Vertreter der beteiligten Bauunternehmen teil. "Die Vorteile dieser Investition liegen klar auf der Hand: Die beiden Bahnübergänge in Frankena und Schönewalde entfallen. Die Bahnstrecke kann ab sofort ohne Wartezeiten an einer Schranke verkehrssicher überquert werden. Damit verbessern sich die Verkehrsverhältnisse bei uns im ländlichen Raum", sagte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski. Darüber hinaus würden sich die Fahrzeiten mit der Bahn zu den Metropolen Berlin und Dresden künftig verkürzen, wovon die Menschen in der Region profitierten. Die neue Straßenüberführung erschließt darüber hinaus die landwirtschaftlichen Nutzflächen westlich der Bahnstrecke und ergibt zusammen mit den Rampen einen Straßenneubau von 510 Metern. Darüber freut sich besonders der Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft Frankena, Axel Schulze. Der Betrieb mit 28 Beschäftigten betreibt Milchvieh- und Mutterkuhhaltung, Ackerbau und Energieproduktion aus Biogas und Fotovoltaik. "Ohne die Straßenüberführung wäre unser Landwirtschaftsunternehmen mit seinen 1.300 Hektar durch die Bahnstrecke geteilt worden. Mit der neuen Brücke konnten für uns drastische Kostensteigerungen bei Transporten abgewendet werden."

Baubeginn für das Brückenwerk war im Juni 2016. Rund drei Millionen Euro kostet der Ersatz der beiden Bahnübergänge. Jeweils ein Drittel der Kosten übernehmen Bund, Bahn und die Stadt Doberlug-Kirchhain gemeinsam mit der Stadt Sonnewalde. Das Land Brandenburg fördert den Anteil der beiden Städte zusätzlich.

Die Bahnübergänge wurden im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke Berlin-Dresden für Tempo 200 geschlossen.

Seit August 2016 ist die Strecke zwischen Wünsdorf-Waldstadt und Hohenleipisch im Land Brandenburg gesperrt. Gleise, Bahnsteige, Bahntechnik werden komplett erneuert und 18 Bahnübergänge im Land Brandenburg durch Straßenbrücken oder Unterführungen der Bahnstrecke ersetzt.

Am 10. Dezember 2017 wird die Streckensperrung wieder aufgehoben.

Ziel des Gesamtausbaus der Bahnstrecke Berlin-Dresden ist es, die Fahrzeit zwischen den Hauptbahnhöfen der sächsischen Landeshauptstadt und der deutschen Hauptstadt perspektivisch auf 80 Minuten zu verkürzen.

BU: Betonten die Vorzüge, die sich mit der neuen Brücke ergeben: Sonnewaldes Bürgermeister Werner Busse, Michael Blume, Projektleiter Baulos Süd der DB Netz AG, Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Doberlug-Kirchhains Bürgermeister Bodo Broszinski (v.l.n.r.).

Quelle: Landkreis Elbe-Elster