Personentunnel im Bahnhof Ruhland fertig gestellt

Am 5. Oktober neuer Personentunnel im Bahnhof Ruhland übergeben

Deutsche Bahn modernisiert Infrastruktur im Eisenbahnknoten Ruhland

In neun Bauphasen modernisiert die Deutschen Bahn die Infrastruktur im Eisenbahnknoten Ruhland und rüstet diese auf elektronische Stellwerkstechnik um. Am Donnerstag, 5. Oktober, ist eine weitere Bauetappe geschafft. An diesem Tag wird unter anderem der Personentunnel im Bahnhof Ruhland fertig gestellt und für die Nutzung freigegeben. Die zwei Mittelbahnsteige (2/3 und 3/5) wurden auf einer Länge von 140 Metern erneuert und mit einem Wege- und Blindenleitsystem ausgerüstet. Es wurden eine Rampe vom Bahnhofsvorplatz und zwei neue Aufzüge zu den Bahnsteigen gebaut, die mit der Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks dann für die Kunden nutzbar sind.

Die Bahnsteigdächer sind fertig. Sie sind den historischen Dächern nachempfunden, die aus statischen Gründen leider nicht weiter verwendet werden durften. Der östliche Teil der Bahnsteige ist, für die Reisenden nicht erkennbar, nur als Behelfsbahnsteige ausgeführt. Erst im Verlauf des nächsten Jahres werden die verbleibenden Bahnsteige in westlicher Richtung aufgebaut.

Ein besonderes Highlight ist die künstlerische Gestaltung der Wände des Personentunnels durch eine Künstlergruppe aus Dresden, die dafür eine Graffititechnik angewendet hat. Das Werk zeigt Motive aus den Regionen der sich in Ruhland kreuzenden Regionalbahnen zwischen Dresden und Cottbus sowie Leipzig und Hoyerswerda.

Ende Oktober geht das neue Elektronischen Stellwerks (ESTW) Ruhland in Betrieb. Dafür wurden in den zurückliegenden Monaten mehr als 50 große Lichtsignale aufgestellt, Gleise, Weichen und Signal- und Sicherungstechnik erneuert. Die Inbetriebnahme des ESTW, des Gleises 1 sowie die Einbindung der gesamten vorhandenen Infrastruktur in das ESTW erfolgen in einer Vollsperrung des Eisenbahnknotens Ruhland vom 21. bis 29. Oktober. In diese Zeit kommt es zu Einschränkungen im Reiseverkehr und zu Busersatzverkehren.

Folgende Verbindungen sind betroffen:

Die Züge der Linie RB 49 Cottbus-Ruhland-Falkenberg (Elster) fallen zwischen Senftenberg und Bad Liebenwerda aus. Die Züge der RE 18 Cottbus-Großenhain-Dresden fallen zwischen Senftenberg und Ortrand, die der RE 15 Hoyerswerda-Ruhland-Priestewitz-Dresden zwischen Hoyerswerda und Ortrand aus. Die S-Bahnen der Linie S 4 Hoyerswerda-Falkenberg-Torgau-Leipzig-Oschatz-Riesa fallen zwischen Bad Liebenwerda und Hoyerswerda aus. Als Ersatz werden Busse eingesetzt.

Die Fahrpläne werden gegenwärtig erarbeitet. Informationen zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten gibt es ab Ende der 41. Kalenderwoche an den Aushängen auf den Bahnhöfen, bei der Service-Nummer der Deutschen Bahn: 0180 6 99 66 33*, beim Kundendialog DB Regio Nordost: 0331 235 6881 sowie im mdr auf Texttafel 738 und im Internet unter www.deutschebahn.com/bauinfos und www.bahn.de/reiseauskunft.

* 20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf.

Stand Brückenerneuerung über die Bernsdorfer Straße:

Im letzten Jahr wurden die erste der beiden Eisenbahnbrücken für die Strecke Ruhland-Hosena/Hoyerswerda fertig gestellt. Unmittelbar im Anschluss wurde mit dem Bau der zweiten Eisenbahnbrücke über der Bernsdorfer Straße begonnen. Über diese Brücke führt die Strecke Ruhland-Senftenberg. Da von dieser Strecke auch der Anschluss in das BASF-Werk Schwarzheide abzweigt, muss eines der beiden Gleise immer befahrbar bleiben und beide Brückenteile nacheinander gebaut werden. Bis Oktober 2017 wird der erste Überbau fertiggestellt und zeitgleich mit der Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerkes frei gegeben. Anschließend erfolgt die Erneuerung des zweiten Überbaus der Brücke, die im Oktober 2018 in Betrieb gehen soll. Dann ist auch der Straßenausbau mit Absenkung der Fahrbahn abgeschlossen. Bis dahin wird es durch die halbseitige Verkehrsführung mit Ampelregelung weiterhin zu Beeinträchtigung im Straßenverkehr auf der Bernsdorfer Straße kommen.

Während der Bauarbeiten kommt es für Anwohner zu Beeinträchtigungen. Lärmbelästigungen, Nachtarbeit und Staubentwicklung können nicht vollständig vermieden werden. Für die Unannehmlichkeiten entschuldigt sich die Deutsche Bahn bei den Anwohnern und Reisenden und bittet um Verständnis.

Informationen zum Gesamtvorhaben unter:

http://bauprojekte.deutschebahn.com/p/knoten-ruhland

Quelle: Deutsche Bahn AG