Gemischte Bilanz der Niederlausitzer Industrie

Bilanz der Niederlausitzer Industrie

Industrie-Unternehmen der Niederlausitz mit durchwachsener Bilanz

Im ersten Halbjahr 2017 haben die Südbrandenburger Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes ihren Auslandsabsatz deutlich steigern können, jedoch bei nachlassender Dynamik der Geschäfte im Inland. Das ergab eine von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus beauftragte statistische Auswertung.

"So durchwachsen wie das Wetter ist auch die Bilanz der Industrie für das erste Halbjahr 2017 ausgefallen", erklärt Dr. Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus. "Auf der einen Seite sehen wir die leichten Umsatzeinbußen im Binnenmarkt mit Sorge, auf der anderen Seite freuen wir uns, dass die Industrie bei den Ausfuhren zulegen konnte. Als IHK Cottbus arbeiten wir mit unserer Außenwirtschaftsoffensive stetig daran, diese Aktivitäten weiter zu steigern."

Insgesamt ist der Industrieumsatz bei Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten um 1,7 Prozent auf insgesamt 2.496 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreshalbjahr zurückgegangen. Der Ausfuhrumsatz ist indes gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,5 Prozent auf 494 Mio. EUR gestiegen.

Entwicklung ausgewählter Branchen

Die stärksten Branchen in Südbrandenburg sind die chemische Industrie mit einem Umsatz im ersten Halbjahr von 645 Mio. EUR (+2,9 Prozent) und das Ernährungsgewerbe, das einen Umsatz von 324 Mio. EUR (-3,4 Prozent) erwirtschaftete. Der Rückgang im Ernährungsgewerbe gegenüber dem 1. Halbjahr 2016 ist hauptsächlich den ungünstigen Witterungsverhältnissen geschuldet.

Erfreulich ist die Entwicklung des Wirtschaftszweiges "Herstellung von elektrischen Ausrüstungen". Im ersten Halbjahr hat sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,2 Prozent auf insgesamt 150 Mio. erhöht. Die Ausfuhren sind davon um 15 Prozent auf 93 Mio. gestiegen. Ein deutliches Wachstum konnte auch der Maschinenbau verzeichnen. Der Umsatz hat sich insgesamt um 39,3 Prozent erhöht. Die Ausfuhren haben sogar um 52,5 Prozent zugelegt.

Quelle: IHK Cottbus