Technologiezentren in Wildau voll ausgelastet

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Technologie- und Gründerzentrum in Wildau voll ausgelastet - Erfolgsgeschichte geht weiter

Das Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Wildau hat sich gemeinsam mit dem Technologie- und Gründerzentrum in Wildau in den vergangenen Jahren zu einem der größten kompakten Technologiestandorte in Brandenburg entwickelt. Mit rund 60 innovativen Unternehmen und mehr als 650 Beschäftigten sind die vier von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH (WFG) betriebenen Technologiezentren mittlerweile voll ausgelastet. "Vor allem innovative Unternehmen mit einem hohen technologischen Niveau und hochqualifizierten Arbeitsplätzen entdecken die Attraktivität der Technologiezentren", erklärt WFG-Geschäftsführer Gerhard Janßen. Erst vor kurzem sind zwei junge aufstrebende Hightech-Startups - die XAIN AG und die Smartly Solutions GmbH - hinzugekommen.

Die XAIN AG ist ein im Zentrum für Luft- und Raumfahrt ansässiges Unternehmen, was auf Basis eines Forschungsprojektes an der Oxford Universität zum Kombinieren von künstlicher Intelligenz und Blockchain Technologie im Produktionssektor zunächst in London gegründet wurde. Die dabei entwickelten Systeme setzen die Jungunternehmer, Leif-Nissen Lundbæk und Felix Hahmann, nun insbesondere in Projekten mit Cisco und T-Systems in Bereichen des autonomen Fahrens um. "In diesem Zusammenhang hat die XAIN AG jüngst den 1st Porsche Innovation Contest gewonnen und geht nun auch mit der Porsche AG in eine aktive Kooperation", bestätigt Leif-Nissen Lundbæk.

Die Smartly Solutions GmbH erstellt und vertreibt Plug & Play Industrie 4.0 Lösungen für Unternehmen aller Größenordnungen. "Heute ist es vielen Unternehmen nicht möglich, an der digitalen Revolution teilzunehmen, da Implementierung und Betrieb dieser Lösungen zu komplex ist. Unsere Lösungen beinhalten alles, was der Kunde benötigt, um sofort an der Digitalisierung teilzunehmen und von den Vorteilen zu profitieren", so Geschäftsführer Dr. Karsten Königstein.

Die gute Entwicklung der Technologiezentren resultiert jedoch nicht nur aus Neuansiedlungen. "Viele der ansässigen Firmen sind intern gewachsen und haben vor allem anspruchsvolle Arbeitsplätze geschaffen", fasst Gerhard Janßen zusammen. Zu ihnen zählt beispielsweise die FTT Deutschland GmbH, die als einer der ersten Mieter des Zentrums für Luft- und Raumfahrt III im Jahr 2011 mit zwei Mitarbeitern an den Start ging und heute mehr als 30 Mitarbeiter - darunter fast ausschließlich Ingenieure - beschäftigt. Auch die REINER STEMME Utility Air-Systems GmbH hat kräftig eingestellt. Angefangen mit fünf Mitarbeitern in 2013 entwickelt heute ein Team vom mehr als 60 Mitarbeitern Prototypen für Kleinflugzeuge. Bei der SuperVista AG vermarktet ein mittlerweile über 80köpfiges Team über die Webseite www.brillen.de Einstärken- und Gleitsichtbrillen im High-End Qualitätsbereich zu günstigen Konditionen. Begonnen hat das junge Unternehmen im Jahr 2012 mit 12 Mitarbeitern.

"Die Unternehmensentwicklungen zeigen die hohe Dynamik, mit der sich die Technologiezentren in Wildau entwickelt haben. Mit ihren hochwertigen Produkten und Dienstleistungen sowie ihren hochqualifizierten Arbeitsplätzen leisten sie einen wichtigen Beitrag zu der positiven Entwicklung des Wirtschafts- und Arbeitsmarktes im Landkreis Dahme Spreewald" freut sich Chris Halecker, stellvertretender Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald.

Und die nächsten Wachstumsschritte wurden bereits eingeleitet. Um im internationalen Wettbewerb der Technologiestandorte bestehen zu können, beabsichtigen das Zentrum für Luft und Raumfahrt und das Technologie- und Gründerzentrum Wildau gemeinsam mit dem Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY in der Helmholtz-Gemeinschaft (Standort Zeuthen), der Technischen Hochschule Wildau, dem Fachbereich Polymer und Composite des Fraunhofer Instituts für Angewandte Polymerforschung (IAP) und dem Technologiepark Funkerberg, das Know-how der Region unter einer Dachmarke zu bündeln. Hierzu soll in Kürze eine Dachmarkenstrategie entwickelt werden. Insgesamt sind Investitionen von mehr als 100 Mio. Euro in Wildau und im angrenzenden Umfeld geplant. Neben dem Zentrum für Zukunftstechnologien, das von WFG entwickelt wird, sollen u.a. ein Rechenzentrum für die Technische Hochschule Wildau, ein Institutsgebäude für die Fraunhofer-Gesellschaft und ein wissenschaftliches Zentrum des Cherenkov Telescope Array CTA am DESY-Standort Zeuthen entstehen.

Foto: Stadt Wildau

Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald