Digitalisierung der Wirtschaft in Land Brandenburg

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Brandenburgs Wirtschaft auf dem Weg ins digitale Zeitalter

Wirtschaftsminister Albrecht Gerber besuchte innovative Unternehmen

"Der digitale Wandel ist in vollem Gange und hat immense Auswirkungen auf die Wirtschaft. Intelligente Fabriken, 3D-Drucker beim Zahntechniker oder Restaurateur, Drohnen, die Dachdecker unterstützen, Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen im Malerbetrieb oder beim Autobau - all dies sind längst keine Science-Fiction-Szenarien mehr. Diese Anwendungen sind teilweise schon Realität und werden vermutlich schneller in unseren Alltag Einzug halten, als wir uns heute vorstellen können." Das sagte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber heute bei einer Pressefahrt. Er besuchte drei innovative Brandenburger Unternehmen, die den Sprung ins digitale Zeitalter bereits vollzogen haben.

Im Zuge der Digitalisierung werden bislang getrennte Teile der Wertschöpfungsketten miteinander verknüpft, Produktionsschritte automatisiert und Systeme zunehmend selbststeuernd. "Der Erfolg basiert im Zeitalter der "Wirtschaft 4.0' noch stärker als bisher auf der Fähigkeit der Unternehmen, sich beständig zu modernisieren. Deswegen sind wir bestrebt, Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Unternehmen den Weg in die digitale Zukunft erleichtern", sagte Minister Gerber. "Während die Digitalisierung für große Unternehmen oft schon eine Selbstverständlichkeit ist, können kleine Betriebe diese Umwandlung aus eigener Kraft oft nicht bewältigen. Deshalb bietet die Landesregierung insbesondere den kleinen und mittleren Firmen Unterstützung an", so der Minister weiter.

Mit dem Innovationszentrum Moderne Industrie Brandenburg (IMI) sei vor zwei Jahren eine zentrale Anlaufstelle für Digitalisierungsvorhaben geschaffen worden. Das Zentrum, angesiedelt an der BTU Cottbus-Senftenberg, richtet sich gezielt an kleine Betriebe. Mittlerweile haben rund 150 Unternehmen Angebote des IMI genutzt. "Das ist eine gute Bilanz, zeigt aber auch deutlich, wie hoch der Unterstützungsbedarf im Land ist", sagte Minister Gerber. Das Ministerium prüfe daher derzeit, ob zwei weitere Angebote geschaffen werden können - eine Anlaufstelle speziell für kleine Handwerksfirmen und eine weitere, die kleine und mittlere Unternehmen rund um das Thema IT-Sicherheit unterstützen soll.

Erst kürzlich habe man zudem das Förderprogramm "Brandenburgische Innovationsgutscheine" deutlich ausgeweitet. "Mit der neuen Richtlinie können wir kleine Unternehmen noch besser unterstützen, wenn sie Digitalisierungsprojekte vorbereiten und umsetzen wollen", sagte Gerber.

Einen weiteren Digitalisierungsschub verspricht sich der Minister auch vom geplanten "Mittelstand 4.0"-Kompetenzzentrum in Cottbus. Der Bund hat im Frühjahr bereits grundsätzlich grünes Licht für den Aufbau eines solchen Zentrums gegeben, in dem insbesondere Fachkräfte durch Weiterbildungsangebote digital fit gemacht werden sollen.

Bei der Pressefahrt besuchte Minister Gerber zunächst das Potsdamer Medizintechnik-Unternehmen Emperra GmbH E-Health Technologies, dessen Produkt das Leben von Diabetes-Patienten erleichtert. Anschließend war er zu Gast bei dem Familienbetrieb Körber + Körber in Birkenwerder, einem Unternehmen für Präzisionsmechanik, das komplexe Frästeile in kleinen Stückzahlen in kürzester Zeit nach den Ideen der Kunden in fertige Produkte umsetzt. Letzte Station der Fahrt war die Wall AG in Velten. Die hochentwickelten digitalen Produkte und Dienstleistungen des international agierenden Werbe-Unternehmen sind weltweit gefragt.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg