Pachtpreise in Brandenburg steigen

Agrarstrukturerhebung 2016

Pachtpreise für landwirtschaftlich genutzte Fläche in Brandenburg weiter gestiegen

Dauergrünlandpreise 2016 erstmals über 100 Euro pro Hektar

Die Agrarstrukturerhebung 2016 hat ergeben, dass der durchschnittliche Pachtpreis für die landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) in Brandenburg 145 Euro pro Hektar betrug. Er lag um 24 Euro bzw. 20 Prozent höher als zur Agrarstrukturerhebung 2013.

Erneut fiel die Höhe der Pachtpreise je nach Nutzungsart unterschiedlich aus: Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg waren im Durchschnitt 157 Euro pro Hektar für Ackerland und 105 Euro pro Hektar für Dauergrünland zu entrichten. 2013 waren es noch 131 bzw. 90 Euro pro Hektar. Der durchschnittliche Pachtpreis für Dauergrünland überschritt in Brandenburg erstmals 100 Euro pro Hektar. Pachtverträge, die in den letzten zwei Jahren neu abgeschlossen oder angepasst wurden, zeichneten sich durch deutlich höhere Pachtpreise aus. Hier lag der Durchschnittspreis bei 185 Euro pro Hektar LF. Für Ackerland ergaben sich 194 Euro und für Dauergrünland 128 Euro.

Im Jahr 2016 waren von den 1,32 Millionen Hektar LF 881 000 Hektar gepachtet. Im Vergleich zum Jahr 2003 hat sich der Anteil der Pachtflächen kontinuierlich verringert. Betrug der Pachtflächenanteil an der Gesamt-LF im Jahr 2003 noch 86 Prozent, so belief er sich 2016 auf 67 Prozent.

Beinahe drei Viertel der gepachteten Flächen zählten zum Ackerland.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg