Warnstreik in Lübbenau

Warnstreik in Lübbenau

Beschäftigten des Kaufland-Lagers in Lübbenau und weiterer Einzelhandelsfilialen im Warnstreik

In der laufenden Tarifrunde des Einzelhandels hat ver.di am heutigen Donnerstag die Beschäftigten des Kaufland-Lagers in Lübbenau und weiterer Einzelhandelsfilialen in den Streik gerufen. Es werden auf der Kundgebung in Lübbenau ca. 200 Beschäftigte erwartet.

In den bisherigen Verhandlungen wurde deutlich, dass ver.di und der Handelsverband in ihren Positionen sehr weit auseinander liegen. Die Arbeitgeber bieten bisher weder die Angleichung der Sonderzahlungen Urlaubs- und Weihnachtsgeld Brandenburgs an das Berliner Niveau, noch reichen Entgelterhöhungen von 1,5% bzw. 1,0% binnen 24 Monaten sowie zwei Einmalzahlung von 150 € (Auszubildende 75 €) aus, um wenigstens das reale Verdienstniveau zu erhalten.

"Damit sich die Arbeitgeber bewegen, braucht es jetzt den Druck aus den Betrieben", sagt Erika Ritter, ver.di-Verhandlungsführerin.

ver.di fordert in der diesjährigen Tarifrunde Einkommenserhöhungen von einen Euro je Stunde Arbeitszeit bei einer Laufzeit von zehn Monaten. Das entspricht einer Forderungshöhe von 6,6 % mehr Lohn. Die Ausbildungsvergütungen sollen überproportional erhöht und die Tarifverträge endlich wieder für allgemeinverbindlich erklärt werden.

Die Arbeitgeber bieten bisher für die ersten zwölf Monate einer zweijährigen Laufzeit 1,5% mehr nach 2 Nullmonaten sowie 150 € Einmalzahlung im Juni 2018. Für weitere zwölf Monate bieten sie 1,0% und einen weiteren Einmalbetrag von 150 €, der für die Altersvorsorge genutzt werden soll.

Im Einzelhandel der Region sind insgesamt 231.000 Beschäftigte tätig, davon in Berlin 147.000 und in Brandenburg 84.000.

Quelle: ver.di