Grüne Woche: Bilanz aus Brandenburger Sicht

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Vogelsänger zieht Grüne-Woche-Bilanz: 25. Brandenburg-Halle hat Erfolgsgeschichte der Länderschau fortgesetzt

Berlin - Mit dem Abschluss der 82. Grünen Woche in Berlin zieht auch Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger eine Bilanz des Messeauftritts. Schwerpunkt für die Brandenburger war die 25. Landesschau in der Messehalle 21A. Brandenburger Aussteller waren auch zahlreich in anderen Messehallen vertreten, unter anderem in der Biohalle 1.2.b, der Blumenhalle 2.2., beim Erlebnis Bauernhof in Halle 3.2., bei der Forstschau in Halle 4.2. oder auch bei den Tierschauen in den Hallen 25 und 26.

"Brandenburg hat im Januar in Berlin seinen ersten starken Auftritt im Jahr. Trotz der großen Konkurrenz ist es uns wieder gut gelungen, auf die Leistungsfähigkeit und die Qualität unserer Agrar- und Ernährungswirtschaft hinzuweisen", zieht Vogelsänger heute eine erste Bilanz: "Die Stimmung unter den brandenburgischen Ausstellern ist gut. Die Umsätze entsprechen in den allermeisten Fällen den Erwartungen, wobei es gerade bei einer Grünen Woche nicht in erster Linie um Messe-Umsätze geht, sondern um den direkten Kontakt, um den Vergleich mit den Angeboten der Wettbewerber, um Information und Erfahrungsaustausch. Regionalität wird auch vom Handel immer stärker nachgefragt."

Seit 1994 ist die Messehalle 21A der Stammplatz des Landes und seitdem einer der Publikumsmagneten, auf den sich viele Messebesucher freuen und immer wieder kommen. Das Konzept, unter "märkischem Himmel", eingerahmt von brandenburgischen Landschaftsmotiven und den Giebeln regionaltypischer Gebäude, einen bunten Bauernmarkt aufzubauen, hat auch in diesem Jahr überzeugt.

75 Ausstellerstände, von denen viele auch als Gemeinschaftsständestände mit wechselnden Anbietern genutzt wurden, und drei Gastronomiebereiche fanden hier Platz. Die vom Land zu Verfügung gestellte Ausstellerfläche war komplett vermietet.

Die Zahl derjenigen, die sich auf der Bühne und im Kochstudio dafür engagierten, Brandenburg von seiner schönsten Seite zu präsentieren, schätzt das Ministerium auf 1.400 Akteure.

Bühnenkünstler aus Uckermark, Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, Havelland, Brandenburg an der Havel, Potsdam, Werder (Havel), Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Spree-Neiße, Oder-Spree, Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster begeisterten das Publikum. In den allermeisten Fällen ließen es sich Landräte und Bürgermeister nicht nehmen, selbst für ihre Region beziehungsweise ihre Stadt zu werben.

Das pro agro Kochstudio hat sich dank der Show- und Kocheinlagen von Spitzenköchen und Prominenten wiederum als zweite - kleine, feine - Hallenbühne etabliert.

"Protokollarischer" Höhepunkt in der 25. Brandenburg-Halle war wieder der Brandenburg-Tag am Messe-Montag mit Ministerpräsident Dietmar Woidke und vielen weiteren Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

Der rbb-Hörfunkwelle Antenne Brandenburg gelang es auch in diesem Jahr, einen authentischen Eindruck vom Hallengeschehen in die Regionen des Landes zu tragen.

Vogelsänger: "Bei allen, die zum Gelingen unseres Auftritts auf dieser Internationalen Messe in diesem Jahr beigetragen haben, möchte ich mich heute noch einmal herzlich bedanken. Sie sind es, die unsere Halle zum Leben erweckt haben. Denn was nutzt die schönste Kulisse ohne den Einsatz unserer Aussteller, Musiker, Köche und aller anderem Akteure."

Internationale Kontakte

Zu den auf politischer Ebene während der Grünen Woche gepflegten Kontakten sind in diesem Jahr zwei neue hinzugekommen. Neben den Delegationen aus den benachbarten polnischen Wojewodschaften Westpommern und Lebuser Land waren erstmals Vertreter aus der Wojewodschaft Niederschlesien und aus dem russischen Oblast Kaliningrad bei Minister Vogelsänger zu Gast. Weitere Kontakte gab es mit Thailand, Südtirol und Finnland. Eine internationale Journalistendelegation besuchte am Vortag der Grünen Woche auf Initiative des Goethe-Instituts das Brandenburger Agrarministerium und Landwirtschaftsbetriebe in der Region.

Vogelsänger: "In einer Zeit, in der Europa unter Druck geraten ist, kommt es besonders darauf an, im Gespräch zu bleiben. Gerade Agrar und Umwelt sind Politikfelder, die - bei allen Verbesserungswünschen, die man in Brüssel einfordern kann und einfordern muss - für unser gemeinsames europäisches Haus stehen. Ohne die Solidarität der Gemeinschaft, dank der Brandenburg in den ersten Jahrzehnten nach dem Mauerfall innerhalb der EU zum Höchstfördergebiet erklärt wurde, hätten wir bei der Aufarbeitung der durch die deutsche Teilung bedingten Rückstände nicht das erreichen können, was wir erreicht haben. Wer heute durch Brandenburgs Dörfer fährt, wird fast immer auf Spuren des Europäischen Agrarfonds ELER stoßen." Unter dem Motto "Starke Momente" hat Vogelsänger anlässlich des Brandenburg-Tages auf der Grünen Woche deshalb zu einem Fotowettbewerb aufgerufen (mehr dazu: www.eler.brandenburg.de).

Ausstellerumfrage in der Brandenburg-Halle

Für 90 Prozent der Aussteller ist der Kontakt zu den Verbrauchern der maßgebliche Grund, auf der Grünen Woche dabei zu sein, wie die Umfrage unter den Standbetreuern in der Messehalle 21A zum Ende der Messe ergeben hat. Als Plattform für die Werbung sehen 85 Prozent die Verbraucher-Messe.

Gründe für die Messeteilnahme sind auch, den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu stärken (85 Prozent). Viele Aussteller sehen sich so als Botschafter ihrer Region. 82 Prozent von ihnen kommen mit dem Anspruch, für ihre Herkunftsregion zu werben. Dabei spielt der Umsatz eher eine untergeordnete Rolle. Mehr als die Hälfte der Hallen-Akteure wollen hier vor allem Netzwerke pflegen (50 Prozent), wozu die Gewinnung neuer Kunden gehört (46 Prozent).

Der hohe Stellenwert regionaler Produkte in einer Landesschau zeigt sich auch an der hohen Nachfrage (77 Prozent). Das Interesse der Besucher an bekannten, traditionellen Lebensmitteln wird mit 78 Prozent übrigens höher eingeschätzt als die Nachfrage nach Produktionsinnovationen (60 Prozent). Immerhin 61 Prozent der an der Befragung Teilnehmenden rechnen dank der Grünen Woche mit einem Nachmessegeschäft. Schon heute planen 65 Prozent der Aussteller, im kommenden Jahr wieder in der Brandenburg-Halle 21A dabei zu sein.

Einladung nach Brandenburg

Bis dahin aber, so Minister Vogelsänger, möchte das Land Brandenburg die Besucher zu sich einladen. Mit dem Spargelanstich im April beginnt wieder die Freilandsaison im Gartenbau. Danach gibt es viele Anlässe, um das Angebot der Hofläden zu nutzen oder selbst zu pflücken. Die IGA startet zwar in Berlin-Brandenburger werden aber auch hier gut vertreten sein und die Gemeinden im unmittelbaren Umland des Gartenschaugeländes stellen sich mit besonderen Angeboten auf die Besucher ein.

Die Brandenburgische Landwirtschaftssausstellung BraLa - eine Schwester der Grünen Woche - lädt am Himmelfahrtswochenende nach Paaren/Glien. Am zweiten Juni-Wochenende startet landesweit die Brandenburger Landpartie. Im Herbst wird in Paaren/Glien das Brandenburger Schlachtefest gefeiert.

Im Advent laden Baumschulen und Waldbesitzer zum Weihnachtsbaumschlagen. Und dann beginnt schon die heiße Phase für die kommende Grüne Woche: Die Grüne Woche 2018 öffnet vom 19. bis 28. Januar auf dem Berliner Messegelände ihre Tore. "Schon heute kann ich sagen, dass sich die Brandenburger erneut in ihrer Brandenburg-Halle präsentieren werden," so der Minister.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg