Landeszahnärztekammer feierte Jubiläum in Cottbus

Gesundheitsministerin Diana Golze gratulierte dem Kammerpräsidenten Dipl.-Stom. Jürgen Herbert zu 25 Jahren Landeszahnärztekammer Brandenburg.

25 Jahre LZÄKB zuverlässiger Partner für Zahnarztpraxen und Patienten

Gestern auf den Tag genau fing alles an: Am 16. Februar 1991 wurde die Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZÄKB) im Rahmen einer konstituierenden Kammerversammlung gegründet. Um das 25-jährige Jubiläum gebührend zu feiern, kamen gestern Abend mehr als 140 Vertreter der Zahnärzteschaft sowie von Politik und Wirtschaft im Hotel Radisson Blu in Cottbus zusammen.

Dipl.-Stom. Jürgen Herbert, Präsident der LZÄKB, nahm diese Gelegenheit war, um nachdrücklich von der Politik den bereits mehrfach angemahnten Bürokratieabbau einzufordern. In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Freien Berufe gäbe es ganz konkrete Vorschläge, die zunächst auf Länderebene umgesetzt werden könnten. Dazu der Präsident unter anderem:
"So wäre es sinnvoll, die bisher einzeln vorgenommenen Praxisbegehungen nach Medizinproduktegesetz und nach Infektionsschutzgesetz zusammenzulegen.
Ebenso erwarte ich von der Politik, dass sie die elektronische Speicherung der papierhaften Aufbewahrung gleichstellt; dies gilt sowohl für das Patientenrechtsgesetz als auch für steuerliche Gesichtspunkte." Als weiteren Schwerpunkt für die kommende Zeit sehe Jürgen Herbert das Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen: "Der Patient muss immer Herr seiner Daten sein, dies ist für mich nicht verhandelbar."

Gesundheitsministerin Diana Golze persönlich überbrachte die Glückwünsche der Landesregierung zum Jubiläum. Mit Blick auf die Zusammenarbeit stellte sie unter anderem heraus, dass für die Landeszahnärztekammer Brandenburg die flächendeckende Versorgung aller Bevölkerungsschichten integraler Bestandteil ist. Dazu gehöre der hohe Stellenwert, den die Prävention innehabe: "Ich bin sehr dankbar für Ihre vielen guten Hinweise, Initiativen und Ihr Engagement."

Weitere Dankesworte für die jeweilige fruchtbare und ergebnisreiche Zusammenarbeit überbrachten Dezernent Berndt Weiße für die Stadt Cottbus, der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel, sowie der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung, Dr. Eberhard Steglich.

Hintergrundinformationen

Sitz der Landeszahnärztekammer ist seit dem Beginn 1991 die Stadt Cottbus. Die ersten Büros waren zunächst in einer Baracke unweit des Krankenhauses untergebracht. Seitdem ist die Kammer zu insgesamt 15 festen Mitarbeitern gewachsen und hat seit Mai 1997 ihre feste Adresse in der Parzellenstraße.

Das Ziel war von Anfang an die leistungsfähige Organisation der brandenburgischen Zahnärzteschaft in einer Selbstverwaltung nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe". Als Dienstleister steht die Kammer seit 25 Jahren für die Bewahrung der Berufsehre ein und achtet zudem auf die Einhaltung der Berufsordnung. Von anfangs 1.879 registrierten Zahnärzten hat sich die Zahl in den vergangenen 25 Jahren auf heute 2.733 Mitgliedern mehr als verdoppelt.

Fort- und Weiterbildung für Zahnärzte

Eine der wesentlichen Aufgaben der Brandenburgischen Zahnärztekammer ist es, seine Mitglieder fortzubilden. Neben den verschiedenen Kursen in ganz Brandenburg zieht vor allem der seit 1991 jährlich stattfindende "Brandenburgische Zahnärztetag" zahlreiche Zahnärzte, Praxismitarbeiter und Gäste an - mittlerweile aus ganz Deutschland.

Die kontinuierliche Fortbildung der Zahnärzteschaft, um technisch und berufspraktisch immer auf dem neuesten Stand zu sein, ist nicht zuletzt auch ein Vorteil für die Patienten. Sie profitieren darüber hinaus von der Patientenberatung der Kammer. Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf den Kinderzähnen: Mit Aktionen wie dem "Tag der Zahngesundheit" im Cottbuser Tierpark oder der Gruppenprophylaxe in Kitas und Schulen unterstützt die Landeszahnärztekammer auch die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen im Land Brandenburg.

BU: Gesundheitsministerin Diana Golze gratulierte dem Kammerpräsidenten Dipl.-Stom. Jürgen Herbert zu 25 Jahren Landeszahnärztekammer Brandenburg.
Foto: LZÄKB/Michael Helbig

Quelle: Landeszahnärztekammer Brandenburg