Tagebau Gubin/Brody: Chance für Cottbus und die Lausitz

Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch

OB Holger Kelch: Chancen eines möglichen polnischen Tagebaus für Cottbus und die Lausitz nutzen

Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch hat die Pläne, nahe der Grenze in Polen einen neuen Tagebau aufzuschließen, als Chance für Cottbus und die Lausitz eingeordnet. Das Lausitzer Revier verfüge über qualifizierte Arbeitskräfte und tragfähige Technologien, sagte Kelch am Mittwochabend vor gut 1000 Gästen des Neujahrsempfangs der Stadt. Cottbus bleibe so das Zentrum der Kohleregion und könne sich als Stadt des Wohnens, der Wissenschaft, Kultur und Gesundheit weiter profilieren. Wichtigstes Infrastrukturvorhaben sei der Cottbuser Ostsee, der in der ehemaligen Grube Cottbus-Nord entstehe.

Kelch erklärte zudem, dass er weiter um die Kreisfreiheit der Stadt kämpfen werde. In der Diskussion um das Piccolo-Theater entgegnete er auf Kultur-Staatssekretär Martin Gorholt, man möge Vorschläge erst diskutieren und dann zu Ergebnissen kommen und nicht umgekehrt.

Hintergrund zum Tagebau Gubin/Brody

Der halbstaatliche Energiekonzern PGE (Polska Grupa Energetyczna) plant zwischen den Orten Gubin und Brody einen Tagebau auf einer Fläche von über 10.000 Hektar, direkt an der Grenze zu Brandenburg. Dort sollen ab dem Jahr 2025 jährlich 17 Millionen Tonnen Kohle bis zum Jahr 2078 gefördert werden.

Quelle: PM Stadt Cottbus