Startseite » Nachrichten » Woidke zur Zukunftsstrategie Lausitz

Woidke zur Zukunftsstrategie Lausitz

SPD-Landesvorsitzende Dietmar Woidkehttp://www.lausitz-branchen.de/medienarchiv/cms/upload/2016/januar/Dietmar-Woidke.jpg

Industriearbeitsplätze in der Lausitz erhalten

Der Landesvorstand der Brandenburger SPD hat sich auf seiner gestrigen Sitzung (4.1.2016) intensiv mit der Zukunftsstrategie für die Lausitz beschäftigt. Ein einstimmig gefasster Beschluss des Landesvorstandes sieht vor, die wirtschaftlichen, politischen und zivilgesellschaftlichen Vertreter der Lausitz auch im Laufe dieser Legislaturperiode bei der Entwicklung und Umsetzung langfristiger Zukunftsstrategien für die Region zu unterstützen.

Dazu erklärt der SPD-Landesvorsitzende Dietmar Woidke: "Der Strukturwandel in der Lausitz läuft seit mehr als 25 Jahren und ist weit vorangeschritten. Unser klares Ziel ist, dass die Lausitz auch nach dem Strukturwandel Industrieregion bleibt. Nur so werden wir in der Region viele gut bezahlte Arbeitsplätze erhalten können. Eine wichtige Rolle spielt dabei neben der Stärkung der vorhandenen wirtschaftlichen Basis die Weiterentwicklung der Hochschul- und Forschungslandschaft. Mit Innovationen und Ausgründungen kann auch für die Zukunft gute Arbeit in der Lausitz ermöglicht werden. Die Gründung der 'Innovationsregion Lausitz GmbH' und die Bemühungen der Energieregion Lausitz zu lausitzübergreifenden Strukturen zu kommen, sind dabei richtige und zielführende Ansätze. Auch die BTU Cottbus-Senftenberg hat sich in den letzten Monaten als Ideengeber und Moderator engagiert. Als Sozialdemokraten wollen wir dem Strukturprozess neuen Schwung geben. Damit dies gelingt, müssen aber vor allem die Akteure in der Lausitz die begonnene Initiative weiter vorantreiben, um zusätzliche wirtschaftliche Potentiale für die Lausitz zu erschließen. Die SPD und die von ihr geführte Landesregierung werden diesen Prozess unterstützen und intensiv begleiten."

Einstimmiger Beschluss des SPD-Landesvorstandes Brandenburg vom 04.01.2016

Zukunftsstrategie für die Lausitz unterstützen

Die Landesregierung wird aufgefordert, die wirtschaftlichen, politischen und zivilgesellschaftlichen Vertreter der Lausitz auch im Laufe dieser Legislaturperiode bei der Entwicklung und Umsetzung langfristiger Zukunftsstrategien für die Region zu unterstützen. Es muss gelingen, dem seit mehr als 25 Jahren laufenden Strukturwandel in der Lausitz zusätzliche Impulse und eine neue Dynamik zu verleihen.

Ziel bleibt es, für die Lausitz langfristig zusätzliche wirtschaftliche Potentiale und Strukturen zu erschließen. Dies wird auch dazu beitragen, neue Perspektiven insbesondere für junge Menschen zu eröffnen, die ihre Zukunft in der Lausitz sehen. Die Energiewirtschaft wird in diesem Kontext auch weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Es muss aber auch berücksichtigt werden, dass die Verstromung der Braunkohle langfristig beendet werden wird. Deshalb gilt es, für die jetzt in den Tagebauen und konventionellen Kraftwerken Beschäftigten langfristig hochwertige Arbeitsplätze in der Region zu sichern.

Dabei sind insbesondere die durch eine gezielte Weiterentwicklung von Hochschul- und Forschungslandschaft entstehenden Potentiale zu stärken. Mit Innovationen und Ausgründungen kann auch für die Zukunft gute Arbeit in der Lausitz ermöglicht werden. Ebenfalls ist die Entwicklung regionsspezifischer wissenschaftlich-technologischer Kompetenzen, welche eine Transformation der ansässigen Energiewirtschaft in zukunftsfähige Strukturen ermöglichen können, ins Auge zu fassen. Entsprechende Entwicklungsoptionen müssen auch bei der Überarbeitung der Energiestrategie des Landes berücksichtigt werden. Ebenso muss die Tourismuswirtschaft im Bereich Erholung und Wassererlebnis gezielt weiterentwickelt werden.

Die Diskussionen auf Bundesebene über einen klimapolitisch begründeten Ausstieg aus der Braunkohleverstromung haben in den vergangenen Monaten in der Lausitz zu einer großen Verunsicherung geführt. Gemeinsam mit der IG BCE konnten nochmalige Strukturbrüche zunächst verhindert werden. Bereits jetzt wird aber deutlich, dass auf Bundesebene weiterhin Ideen verfolgt werden, funktionierende konventionelle energiepolitische Strukturen unter dem Primat der Klimapolitik zu zerschlagen. Die kurz- und mittelfristigen Folgen für die Lausitz sind derzeit abschließend nicht erkennbar. Klar muss aber sein, dass, wenn der Bund aus übergeordneten politischen Gründen und mit ordnungspolitischen Vorgaben den laufenden Strukturwandel in der Lausitz beschleunigt, der Bund in erheblichem Umfang Mittel bereitstellen muss, um den Prozess finanziell zu flankieren. Die Landesregierung wird aufgefordert, diese Forderungen an den Bund zu unterstützen.

Wir fordern die Landesregierung auf, im jährlichen Rhythmus über aus ihrer Sicht für die Wirtschaftsregion Lausitz bestehende Herausforderungen und Chancen sowie entsprechend ergriffene Maßnahmen zu berichten.

Quelle: SPD Brandenburg

Firma o. Unterkunft kostenfrei eintragen

Tags:
Arbeit, Industrie, Lausitz
Datum:
Dienstag, 5. Januar 2016, 10:46 Uhr
Kommentare zu "Woidke zur Zukunftsstrategie Lausitz"
Weihnachtsmärkte in der Lausitz
NachrichtensucheNachrichten durchsuchen
Assekuranz-Unternehmer-Service

Assekuranz-Unternehmer-Service*

Cottbus - Wir sind ein Finanz- und Versicherungsmakler aus der Cottbus und bieten Ihnen Strategische Vermögensplanung und Risk-Management.

Firmenprofil anzeigen

*Premium Business Eintrag

Das könnte Sie auch interessieren.

Freitag, 15. Dezember 2017, 15:56
Richtfest Integrationswerkstatt Lauchhammer

Freitag, 15. Dezember 2017, 10:14
Unternehmensinsolvenzen in Berlin und Brandenburg

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 14:02
Bombardier erhält Auftrag für FLEXITY-Straßenbahnen

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 11:43
Mehr Erwerbstätige in Berlin und Brandenburg

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 11:08
Siemens und Bombardier-Mitarbeiter erhalten Unterstützung von Görlitzer Kirchen

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 10:31
Gewerbeanmeldungen in Brandenburg und Berlin

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 15:09
ASG und CIT auf polnischer Industriekonferenz

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 12:20
LEAG Mutterkonzern EPH erpresst deutsche Politik

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 11:32
Ministerpräsidenten Michael Kretschmer

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 10:03
Sachsen Modellregion einer CO2-armen Wirtschaft