Kooperation HS Zittau/Görlitz und GWT-TUD GmbH

Hochschule Zittau/Görlitz und die GWT-TUD GmbH arbeiten künftig als Transferpartner zusammen

Wirtschaftsminister Dulig: Ziel der Kooperation ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse noch schneller zu verwerten.

Wem nützt eine Erfindung, wenn sie keiner vermarktet? Wie soll ein innovatives Unternehmen seine Produkte ohne wissenschaftliches Know-how verbessern? Um die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu intensivieren, haben die Hochschule Zittau/Görlitz und die Gesellschaft für Wissen- und Technologietransfer (GWT-TUD GmbH) eine Kooperation vereinbart. Der Fokus liegt dabei auf der Beratung, auf dem Projekt- und dem Erfindungsmanagement sowie auf der Kooperationsanbahnung. Im Ergebnis dessen sollen Unternehmen noch besseren Zugang zu den Leistungsangeboten der Hochschule erhalten.

"Mit den an sächsischen Hochschulen auf Anregung des Bundeswirtschaftsministeriums und meines Hauses entstehenden Strategien zur Intensivierung des Technologietransfers in die Unternehmen werden unsere Hochschulen noch attraktiver für die sächsische Wirtschaft. Ich begrüße daher die Zusammenarbeit der Hochschule Zittau/Görlitz mit der GWT-TUD. Ich wünsche mir, dass noch mehr Hochschulen in Sachsen eine eigene Schutzrechtsstrategie entwickeln und mit Leben erfüllen", so Wirtschaftsminister Martin Dulig, zuständig für Innovationspolitik und Technologieförderung. "Diese Kooperation soll wissenschaftliche Erkenntnisse noch schneller wirtschaftlich verwerten."

"Wir wollen unseren Transferaktivitäten mehr Dynamik verleihen", so Professor Tobias Zschunke, Pro-Rektor Forschung der Hochschule Zittau/Görlitz. Claus-Peter Held, Geschäftsführer der GWT-TUD: "Wir sehen unsere Aufgabe darin, Forschungsergebnisse der Wissenschaftler an Industriepartner zu vermitteln. Dafür haben wir die notwendigen Instrumente und Netzwerke."

Die GWT-TUD wird die ostsächsische Hochschule von der Erfinderbetreuung über die Ansprache regionaler und internationaler Industriekunden bei Transferaktivitäten unterstützen. Um den Transferprozess aktiv zu gestalten und zu koordinieren, beabsichtigt die Hochschule Zittau/Görlitz zusammen mit dem sächsischen FuE-Dienstleister eine gemeinsame Transfereinheit aufzubauen und aktiv zu betreiben.

Die Hochschule hat mit Unterstützung der GWT-TUD GmbH eine Strategie zum Umgang mit geistigem Eigentum erarbeitet.

Diese vor kurzem von der Hochschule beschlossene Strategie ist eine Voraussetzung für die künftige Beteiligung von Hochschulen am Förderprogramm "WIPANO - Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen" des Bundeswirtschaftsministeriums. Mit einer solchen Schutzrechtsstrategie besitzt die Hochschule einen klar umrissenen Handlungsrahmen für alle Beteiligten, der sich von der Erfindung über die Patentanmeldung bis hin zur Verwertung in den Unternehmen erstreckt.

Das am 1. Januar 2016 startende Förderprogramm WIPANO des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt im Schwerpunkt "Öffentliche Forschung - Weiterentwicklung von Erfindungen" Hochschulen und öffentliche Forschungseinrichtungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Idee bis zur Vermarktung. WIPANO löst das bisherige Programm "Signo-Hochschulen" ab. Das sächsische Wirtschaftsministerium trägt mit einer Kofinanzierung zum Erfolg des Verbunds "SachsenPatent" bei.

Hintergrund:

Die Hochschule Zittau/Görlitz ist eine sächsische Hochschule für angewandte Wissenschaften mit den Standorten Zittau und Görlitz. Gegenwärtig sind rund 3.000 Studierende immatrikuliert, darunter etwa 581 Ausländer aus insgesamt 38 Nationen. Die Hochschule gliedert sich in die sechs Fakultäten Elektrotechnik und Informatik, Management- und Kulturwissenschaften, Maschinenwesen, Natur- und Umweltwissenschaften, Sozialwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen, die insgesamt über 40 Diplom-, Bachelor- und Master-Studiengänge anbieten. Zusätzlich besteht mit dem Kooperativen Studium mit integrierter Ausbildung - KIA - die Möglichkeit, ein Studium mit einer Berufsausbildung zu verknüpfen.

Die GWT-TUD GmbH ist ein mittelständischer Forschungsdienstleister. In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Technischen Universität Dresden sowie anderen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bringt die GWT-TUD GmbH Forschungsdienstleistungen und -ergebnisse in Entwicklungsvorhaben ihrer Partner ein. Das Unternehmen mit seinen 250 Mitarbeitern übernimmt wahlweise die unternehmerische Gesamtverantwortung für ein Projekt oder unterstützt die Projektpartner durch Dienstleistungen bei der Projektrealisierung. Die Erlöse der unternehmerisch erfolgreichen Geschäftstätigkeit fließen zu 100 Prozent in die Förderung der Wissenschaft zurück. Die Kernkompetenzen der GWT liegen in der Medizin, speziell der klinischen Forschung, und in der industriellen Auftragsforschung. Die GWT ist seit 1996 erfolgreich am Markt.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr