Feldversuch zu Lang-LKW in Südbrandenburg

Feldversuch zu Lang-LKW in Südbrandenburg

Land Brandenburg beteiligt sich am Feldversuch zu Lang-LKW

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Strecken angemeldet, die für den Feldversuch mit Lang-LKW in Frage kommen. Wenn der Bund die Anmeldung umsetzt und die interessierten Unternehmen die Genehmigung der Bundesanstalt für Straßenwesen erhalten, dürfen ab 2016 entsprechende Fahrzeuge mit Anhängern mit einer Gesamtlänge bis zu 25 Metern und einer maximalen Nutzlast von 44 Tonnen auf diesen Straßen unterwegs sein.

"Wir haben den Zwischenbericht der Bundesanstalt für Straßenwesen ausgewertet und entschieden, an dem Feldversuch teilzunehmen. Man kann die Realitäten nicht ausblenden. Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern nehmen teil und die Strecken für Lang-LKW enden an der Landesgrenze zu Brandenburg. Da wir als Logistikregion auch von dem wachsenden Seehafenhinterlandverkehr profitieren, ergibt es keinen Sinn, sich dem Feldversuch zu verschließen. Dennoch setzen wir uns wie bisher für die Verlagerung des Gütertransports auf die Wasserstraßen und die Schiene ein", sagte Verkehrsministerin Kathrin Schneider.

Bei den gemeldeten Strecken handelt es sich um die Autobahnen A 19 / A 24 im Norden über die A 10, die Dreiecke Havelland, Werder und Potsdam und weiter auf der A 10 und A 13 bis zur Landesgrenze Sachsen im Süden. Außerdem ist die A 10 vom Dreieck Havelland bis zum Kreuz Oranienburg für die Lang-LKW freigegeben. Darüber hinaus sind Zufahrten von den Autobahnen zu Unternehmen über Bundes- und Gemeindestraßen erlaubt. Mehrere Spediteure hatten zuvor ihr Interesse an der Teilnahme am Feldversuch angemeldet. Die Strecken wurden mit wissenschaftlicher Begleitung durch die Technische Universität Dresden vom Landesbetrieb Straßenwesen geprüft. Gesonderte Straßenbaumaßnahmen sind nicht notwendig.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg