Dresden und Breslau rücken wieder zusammen

Mit dem Expresss nach Breslau europäische Kulturhauptstad

Direkte Bahnverbindung zwischen Dresden und Breslau - Festakt in Görlitz

Görlitz - Mit einem Festakt ist in Görlitz die Wiederaufnahme der grenzüberschreitenden Bahnverbindung zwischen Dresden und Breslau gefeiert worden. Erstmals mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag werden dann wieder Züge direkt zwischen den beiden Großstädten verkehren, die unter anderem auch in Görlitz halten. Darüber hinaus werden erstmals wieder polnische Züge in den Görlitzer Bahnhof rollen, wodurch weitere direkte Verbindungen entstehen.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich betonte: "Ich bin sehr froh, dass wir nun wieder diese wichtige Direktverbindung zwischen Dresden und Breslau haben. Sie ist ein großer Gewinn für die gesamte Region und das Miteinander der Menschen hier im Herzen Europas. Weiter belebt werden damit Wirtschaft, Kultur und Tourismus. Wir müssen sie zu einer dauerhaften europäischen Fernverkehrsverbindung entwickeln. Ein starkes Argument für die Direktverbindung war nicht zuletzt, dass Breslau im kommenden Jahr Europas Kulturhauptstadt ist."

Die Staatskanzlei und das Wirtschaftsministerium hatten sich auf verschiedenen Ebenen in den vergangenen Wochen und Monaten intensiv für die Wiederaufnahme der Direktverbindung eingesetzt. Tillich warb unter anderem beim Deutsch-Polnischen Bahngipfel in Potsdam im September für das Bahnprojekt, Verkehrsminister Martin Dulig bei seinem Breslaubesuch beim Marschallamt.

Dulig sagte: "Die Wiederaufnahme des umsteigefreien Bahnverkehrs ist ein schöner Erfolg. Ich bin froh, dass alle Voraussetzungen geschaffen wurden, egal ob technischer oder rechtlicher Art. Die Direktverbindung ist für den Freistaat nicht nur von touristischer Bedeutung, auch für den Austausch von Studenten, für die Wirtschaft und Kultur, sowie im Hinblick auf 2016, wo Breslau europäische Kulturhauptstadt ist und zahlreiche Sachsen kommen wollen, ist das Angebot sehr wichtig. Unser Ziel ist aber auch eine dauerhafte Lösung. Wir brauchen keine Nahverkehrskonzepte sondern internationalen Fernverkehr. Hier setzen wir auf die Deutsche Bahn."

Die Staatsregierung dankte ausdrücklich auch den ÖPNV-Zweckverbänden Oberlausitz-Niederschlesien und Oberelbe sowie allen am Erfolg beteiligten deutschen und polnischen Verkehrsunternehmen.

Quelle: PM SSK - Sächsische Staatskanzlei