Bevölkerungsentwicklung in Brandenburg

Bevölkerungsentwicklung in Brandenburg

Bevölkerungsvorausschätzung 2014 bis 2030 in Ämtern und amtsfreien Gemeinden im Land Brandenburg

LBV veröffentlicht Vorausschätzung im Internet

Die neue Bevölkerungsprognose für die Landkreise im Land Brandenburg liegt vor, aber wie entwickeln sich die Zahlen in den 200 amtsfreien Gemeinden und Ämtern? Antworten auf diese Frage liefert eine Vorausschätzung (PDF), die das Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) regelmäßig erstellt. Darin sind Trendaussagen enthalten, die den Kommunen und Ämtern Anhaltspunkte für ihre zukünftige Planung liefern. In den wachsenden Regionen kann auf bewährte Instrumente der Verkehrs- und Stadtentwicklung gesetzt werden, während in schrumpfenden Regionen innovative regional passende Lösungen gefunden werden müssen.

"Die Zahlen sind auch eine wichtige Grundlage für den Entwurf des neuen Landesentwicklungsplans für die Hauptstadtregion, den wir derzeit erstellen. Im ersten Halbjahr des kommenden Jahres soll er vorgestellt werden. Die demographische Entwicklung stellt alle Landesteile vor unterschiedliche Herausforderungen, auf die wir auch mit dem Landesentwicklungsplan, der Mobilitätstrategie und der Stadtentwicklungsstrategie reagieren werden", sagte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider.

Etwa ein Fünftel aller 200 amtsfreien Gemeinden und Ämter im Land Brandenburg werden nach der Vorausschau im Jahr 2030 einen höheren Bevölkerungsstand als 2013 haben. Fast durchweg sind das Gemeinden im Berliner Umland. Im weiteren Metropolenraum ist damit zu rechnen, dass dort 13 Prozent weniger Menschen leben als heute.

Im Berliner Umland wird es bis 2030 voraussichtlich ein Bevölkerungswachstum von 6 Prozent gegenüber dem Jahr 2013 geben. Vor allem die unmittelbar an Berlin angrenzenden Gemeinden Schönefeld, Teltow und Dallgow-Döberitz können mit Zuwächsen von 20 Prozent rechnen. Anzunehmen ist, dass sich vor allem Zuzügler aus Berlin und dem europäischen Ausland niederlassen werden. Dagegen ist die Geburtenzahl in allen Landesteilen langfristig wahrscheinlich niedriger als die Zahl der Sterbefälle. Die natürliche Bevölkerungsentwicklung verläuft also negativ.

Der weitere Metropolenraum, zu dem vier Fünftel der Gemeinden und Ämter des Landes Brandenburg gehören, verliert auf lange Sicht knapp 13 Prozent der Bevölkerung. Zwar wird erstmalig ein geringer Wanderungsgewinn veranschlagt, der aber nicht ausreichend sein wird, um das massive Geburtendefizit zu kompensieren. Insbesondere an den Außengrenzen des Landes liegen die Kommunen und Ämter, in denen 2030 weniger Menschen leben als heute. Beispiele sind Lenzen-Amt Elbtalaue, Lauchhammer oder Guben.

Die gegenwärtig sehr hohen Zuwanderungszahlen von Flüchtlingen sind bei der kleinräumigen Wanderungsannahme wurden nicht berücksichtigt, denn es kann nicht vorhergesagt werden, in welcher Anzahl und wie lange sich Flüchtlinge in den Regionen aufhalten werden. Unter anderem deshalb wurde die Bevölkerungsvorausschau für die amtsfreien Gemeinden und die Ämter bis zum Jahr 2030 erstellt und nicht bis zum Jahr 2040. Die Daten werden unter anderem auch für die Erstellung des neuen Landesnahverkehrsplans verwendet.

Detaillierte Informationen liefert die Internet-Veröffentlichung zur kleinräumigen Bevölkerungsvorausschätzung des Landesamtes für Bauen und Verkehr unter: http://www.lbv.brandenburg.de/3498.htm

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg