Provokation bei BBS in Peitz

Die Kollegen aus Peitz sind mächtig sauer und werden ihrem Unmut kräftig Luft machen.

Provokation durch Geschäftsführung bei Babcock Borsig Steinmüller (BBS)

100 Peitzer Mitarbeiter fahren wegen Provokation durch Geschäftsführung bei Babcock Borsig Steinmüller (BBS) nach Oberhausen

Personalabbau und geplanter Ersatz von Stammbeschäftigten durch billigere Leihkräfte - so lautet das Sanierungskonzept von BBS . Aber statt die Alternativvorschläge zur Beschäftigungssicherung aufzugreifen, hat der Arbeitgeber am 30.11.2015 ein in Teilen völlig neues Maßnahmenpaket präsentiert. Zu unserem Entsetzen wurden die Betriebsräte unter anderem konfrontiert mit: der kompletten Schließung des Service West und Schließung der Fertigung in Peitz.

Um es auf den Punkt zu bringen: Der Gesamtbetriebsrat wertet dieses Vorgehen als nicht hinnehmbare Provokation - Das ist einmalig in der Babcock-Historie!

Die Betriebsräte der Standorte Berlin , St. Ingbert , Peitz und Oberhausen haben daher zu einer Informationsveranstaltung am Freitag, 04.12.2015 um 11.00 Uhr nach Oberhausen eingeladen. Die Information vom Gesamtbetriebsrat zur Provokation der Arbeitgeberseite hat wie eine Bombe in der Belegschaft Peitz eingeschlagen.

Daher hat die IG Metall Cottbus kurzfristig zwei Busse organisiert und fährt mit 100 Arbeitnehmern aus Peitz um 1.00 Uhr ab Bahnhof Cottbus ins Ruhrgebiet zur Konzernzentrale. Es ist viel Wut und Unverständnis für das Verhalten der Geschäftsführung zu spüren. Die Kollegen aus Peitz sind mächtig sauer und werden ihrem Unmut kräftig Luft machen.

Hintergrund

Seit Ende August streitet der Betriebsrat mit dem Arbeitgeber der BiLFINGER-Gruppe in Oberhausen, um die Auswirkungen der angekündigten Personalreduzierung. Bundesweit sollen 400 Beschäftigte Babcock Borsig Steinmüller abgebaut werden. Etwa die Hälfte davon würde die Kollegen in Peitz treffen.

Der Gesamtbetriebsrat hat nach intensiver Beratung mit externen Experten, seinerseits Vorschläge zur Beschäftigungssicherung vorgelegt. Anschließend hat der Arbeitgeber am 24.11.2015 einen 10 Punkte Forderungskatalog vorgelegt, in dem er weitere drastische Sparmaßnahmen angekündigt hat. Darin waren u.a. massive Einschnitte in tarifvertragliche Entgeltbestandteile, wie z.B. beim Bundesmontagetarifvertrag sowie beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld vorgesehen.

Quelle: IG Metall Cottbus & Südbrandenburg