Lausitzer Protest gegen Energiekonzern CEZ in Prag

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Braunkohlegegner aus der Lausitz protestieren vor der CEZ Firmenzentrale in Prag

"Wir lassen uns nicht verkaufen" - Lausitzer protestierten vor CEZ Hauptsitz in Prag gegen neue Tagebaue bei Vattenfall-Verkauf

Vertreter von Lausitzer Initiativen wie Pro Heimat e.V. aus der Tagebauregion Jänschwalde, die Allianz für Welzow und andere forderten heute vor der Hauptzentrale von CEZ, bei einem Kauf der Braunkohlesparte von Vattenfall keine neuen Tagebaue aufzuschliessen. Dazu übergaben sie über 40.000 Postkarten an Vertretern des Energiekonzerns CEZ. Unter dem Motto "Wir lassen uns nicht verkaufen" bauten die Lausitzer symbolisch ein Wohnzimmer vor der Zentrale im Prager Stadtteil Michle auf.

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Andreas Stahlberg, Kreistagabgeordneter Spree-Neiße stellte klar: "Wir sprechen uns dafür aus, dass Vattenfall auch nach dem Ausstieg aus dem Braunkohle-Business in der Region bleibt und die Verantwortung für die schwierigen Fragen der Rekultivierung der Kohle-Minen übernimmt. Wir sind aber nicht grundsätzlich gegen Investoren aus Tschechien, sondern für einen Lausitzer Strukturwandel ohne neue Tagebaue", sagte Stahlberg. Im Gegensatz zu Deutschland dürfen in Tschechien keine Menschen mehr aus ihrer Heimat vertrieben werden, um Kohle abzubaggern,

Gert Richter, Ortsvorsteher des Dorfes Deulowitz: "Sollte es zu einem Verkauf der Braunkohle kommen, werden wir mit aller Kraft dafür kämpfen, dass es keine neuen Tagebaue mehr gibt und es nicht Zerstörung unserer Dörfer kommt".

Derzeit bekunden drei tschechische Energiekonzerne ihr Interesse an einem Kauf der Lausitzer Braunkohle, darunter sind CEZ, Czech Coal-Vršanská Uhelná und EPH.

Quelle: GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus