Bauer (be)sucht - Die Agritechnica 2015

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Sächsische Landtechnik auf Weltleitmesse Agritechnica 2015 vorgestellt

Business-Treff diskutiert Zukunftsvisionen

Die weltgrößte Fachmesse für Landtechnik - die Agritechnica - öffnet vom 8. bis 14. November in Hannover ihre Tore. Unter den Ausstellern finden sich Unternehmen aus Bereichen wie Futtermittel, Forsttechnik, Pflanzenschutz, Saatgut, Transport und Logistik. Auch Verbände und Organisationen der Branche werden vertreten sein. Gezeigt werden unter anderem Innovationen in Arbeitsbereichen wie Motoren, Hydraulik, Achsen, Getriebe, Antrieb, Kabinen und Elektronik. Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) organisiert die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) einen "Sachsen-live"-Gemeinschaftsstand auf der Agritechnica 2015. Insgesamt zehn sächsische Firmen und Netzwerke präsentieren dort ihre Produkte und Entwicklungen.

"Die Agrartechnik ist in Sachsen eine zukunftsträchtige Branche. Die Firmenlandschaft ist hierzulande eher klein- und mittelständisch geprägt. Das ermöglicht höchstmögliche Flexibilität hinsichtlich Veränderungen und Kundenwünschen", erklärt Peter Nothnagel, Geschäftsführer der WFS. Auch die derzeitigen Branchentrends, wie Precision Farming Technologies, Automatisierung, sparsame und intelligente Antriebssysteme sowie Telemetriksysteme, werden in Sachsen verfolgt und entwickelt. Dabei erfolgt ebenso der Brückenschlag zu aktuellen Themen wie dem Mobilfunkstandard 5G, der drahtlosen Datenübertragung sowie dem "Internet of Things".

Deutlich wird das beispielsweise beim Aussteller Apus Systems. Das noch junge Unternehmen aus Dresden gilt als Spezialist u.a. für Luftbildfotografie, Drohnentechnologie und Geodatenverarbeitung. Unter Nutzung eines Zwei-Personen-Ultraleichtflugzeuges und Drohnen sowie einer eigens entwickelten Kamerastabilisierung und Aufnahmesoftware können bis zu 5.000 Hektar Fläche effektiv überflogen und ausgewertet werden. Daten wie Dränagen, Wasserspeicher, Deiche oder Gasleitungen können erfasst und in einer webbasierten Anwendung überwacht werden.

"Sachsen gilt als Wiege des Maschinenbaus in Deutschland. In diesem innovativen Umfeld widmeten sich sächsische Unternehmer schon früh der spezialisierten Produktion von Landtechnik - mittlerweile blickt man auf über 150 Jahre Landmaschinenbau zurück", so Nothnagel weiter.

Von der Leistungsfähigkeit und Innovationskraft sächsischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen können sich die Messebesucher bei einem Business-Treff am 11. November, von 11.00 - 12.30 Uhr am Gemeinschaftsstand einen Eindruck verschaffen. Mit Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) werden dort in mehreren Impulsvorträgen die Visionen von Sachsens Forschern und Entwicklern vorgestellt. Zum Beispiel wird der Frage nachgegangen, ob die Zukunft der Landtechnik eher bei Maschinen enormer Größe liegt - oder ob in fernerer Zeit eine Schar von kleinen, mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten und unter einander kommunizierenden, Maschinen das Bild in der Landwirtschaft prägen wird.

Die Agritechnica findet im 2-Jahres-Rhythmus statt. Rund 340.000 Besucher werden in diesem Jahr erwartet.

Quelle: WFS - Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH