Spreewaldweihnacht 2015

Spreewaldweihnacht wie vor hundert Jahren

Mit dem Spreewaldkahn zum Weihnachtsmarktnach Lübbenau und Lehde

Spreewaldweihnacht 2015 "Zwei Märkte, eine Kahnfahrt" ist das Motto der "Spreewaldweihnacht", bei der traditionelle Weihnachtsbräuche der Region stimmungsvoll präsentiert werden. Dabei ist schon die Anreise einzigartig: mit dem traditionellen Spreewaldkahn und in Begleitung von Wichteln geht es über die winterlichen Fließe. Neu in diesem Jahr: Erstmalig findet die beliebte "Spreewaldweihnacht" an zwei Wochenenden statt.

Nur im winterlichen Spreewald fahren Besucher mit dem Kahn von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt. Bei der "Spreewaldweihnacht" erwartet die Gäste zunächst die Hafenweihnacht im Großen Spreewaldhafen in Lübbenau mit Spreewaldkapitänen, Räucherfisch und Grog. Dann geht es dick eingemummelt und mit Glühwein gewärmt mit dem traditionellen Kahn über die winterlichen Fließe zum Freilandmuseum Lehde. Bei den "Wichtelkahnfahrten", die für die Überfahrt angeboten werden, sitzen so manche Lutken - so heißen die Wichtel hier - im Kahn. Sie tragen Weihnachtsgeschichten oder Gedichte vor.

In Lehde angekommen, erleben die Besucher die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest, wie sie vor über 100 Jahren getroffen wurden. In den Höfen und erleuchteten Stuben sieht man die "Bewohner" beim Spinnen, Federn schleißen, Backen und Geschenke basteln, bis schließlich der originale Drehbaum geschmückt wird, der einer Weihnachtspyramide ähnelt. Die Gäste des Weihnachtsmarktes lernen auch traditionelle Weihnachtsfiguren aus der Region kennen wie das Bescherkind und den Rumpodich. Natürlich gibt es auch jede Menge weihnachtliche Köstlichkeiten aus der Region. Zurück nach Lübbenau geht es abermals mit dem Kahn oder auf einer stimmungsvollen geführten Fackelwanderung.

Um noch mehr Gästen die Möglichkeit zu geben, diesen besonderen Weihnachtsmarkt zu erleben, findet die "Spreewaldweihnacht" im Jahr 2015 erstmals an zwei Wochenenden statt: am 28. und 29. November sowie am 05. und 06. Dezember.

Mystische Weihnachtstraditionen des Spreewaldes

Mystische Weihnachtstraditionen des Spreewaldes

Das Gesicht mit weißem Tüll und bunten Bändern verhüllt und in die schönsten Teile der sorbischen Brautjungferntracht gehüllt zieht das Bescherkind von Haus zu Haus und kündigt seine Ankunft mit einem Glöckchen an. In der einen Hand trägt das verschleierte Mädchen eine mit bunten Bändern verzierte Rute aus Reisig. Damit hat es früher an Fenster und Türen geschlagen und sein Kommen angekündigt. Bei der Spreewaldweihnacht streift es damit den aufgeregten Kindern leicht über die Schulter. Das soll ihnen Kraft, Glück und Gesundheit für das bevorstehende neue Jahr geben. Am anderen Handgelenk hat das Bescherkind ein kleines mit Süßigkeiten, Äpfeln und Nüssen gefülltes Bündel, um die Kinder damit zu beschenken. Dem Bescherkind zur Seite steht Knecht Ruprecht, der bei den Sorben und Wenden Rumpodich heißt. Er trägt einen Mantel aus weißem Schaf-Fell mit passender dunkler Mütze dazu. Der Jahrhunderte alte Brauch geht auf eine Zeit zurück, während der sich die jungen Frauen eines Dorfes in der Spinnstube auf einem der Bauernhöfe getroffen haben. Wenn eine unter ihnen war, die im folgenden Jahr heiraten wollte, wurde sie zum Bescherkind ernannt. Bis in die 1950er-Jahre hielt dieser Brauch an. Erst nach der Wende lebte diese alte Tradition in den Gemeinden der sorbischen Minderheit wieder auf.

Spreewaldweihnacht: 28. und 29.11/ 5. und 6.12., Kahnfahrten im Pendelverkehr ab 10.30 Uhr, letzte Abfahrt ab dem Großen Spreewaldhafen 15 Uhr, letzte Rückfahrt ab Freilandmuseum Lehde 17 Uhr

Preise: Erwachsene: 13,00 Euro, Kinder bis 11 Jahre 7,00 Euro, Familienkarte 33,00 Euro (Preise für Hin- und Rückfahrt im Spreewaldkahn inkl. Eintritt ins Freilandmuseum).

 

Das gesamte Programm im Überblick gibt es unter: www.spreewaldweihnacht.de

Diesen sowie viele weitere Weihnachtsmärkte in Brandenburg auch auf www.reiseland-brandenburg.de