Forschungsförderung für Hochschule Zittau/Görlitz

Forschungsförderung für Hochschule Zittau/Görlitz

3,73 Millionen Euro für Forschungsprojekte der Hochschule Zittau/Görlitz

  • Freistaat fördert drei Forschungsprojekte im Bereich der Energietechnik
  • Dulig: Forschungsförderung ist wichtiger Teil der sächsischen Energiepolitik

Der Freistaat Sachsen fördert drei Forschungsprojekte des Instituts für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM) der Hochschule Zittau/Görlitz. Prof. Dr. phil. Friedrich Albrecht, Rektor der Hochschule, erhält heute drei Fördermittelbescheide in Höhe von insgesamt 3,73 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Fördermittel werden vom Freistaat im Rahmen der Richtlinie Zukunftsfähige Energieversorgung des sächsischen Wirtschaftsministeriums vergeben. Die Höhe der Förderung für die Forschungsprojekte beträgt 90 Prozent der Gesamtprojektkosten.

„Mit den drei Forschungsprojekten wird sich die Hochschule Zittau/Görlitz im Bereich der Energie- und Umwelttechnik weiter profilieren. So unterschiedlich sie auch sind, sie haben eines gemeinsam: Technologien zu entwickeln bzw. zu optimieren, die die Energieeffizienz von Energieanlagen erhöhen, um auf diesem Weg Energie optimal zu nutzen bzw. umzuwandeln und Ressourcen zu schonen. Eine breit angelegte, technologieoffene Energieforschung, die dafür sorgt, dass Prozesse effizienter und damit ressourcen- und energiesparender werden, ist ein wichtiger Bestandteil der sächsischen Energiepolitik", begründete Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig die Unterstützung der Forschungsprojekte.

Mit den Forschungsvorhaben werden Projekte zur Energieeffizienzsteigerung im Bereich der Biomassevergasung, zu thermischen Energiespeichern sowie zu neuen Lagerungen für Turbomaschinen umgesetzt. Geplant sind vor allem Experimente an den Versuchsständen im "Zittauer Kraftwerkslabor". Das "Zittauer Kraftwerkslabor", in den letzten vier Jahren errichtet und vom sächsischen Wirtschaftsministerium ebenfalls mit 5,75 Millionen Euro gefördert, wird heute feierlich eröffnet.

Die Förderung im Überblick:

  • Für das Forschungsprojekt "Thermochemische und fluiddynamische Optimierung einer Biomasse-Festbettvergasung mit Blockheizkraftwerken" erhält die Hochschule 1,29 Millionen Euro.
  • Rund 1,28 Millionen Euro Fördermittel stehen für das Projekt "Energieeffiziente, ölfreie Lagerungen für Anwendungen in Turbomaschinen, Windrädern und Energiespeichern" zur Verfügung.
  • Das Forschungsvorhaben "Hochtransistentes thermisches Energiespeichersystem für eine anlagenschonende und energieeffiziente Flexibilisierung thermischer Energieanlagen" wird mit 1,16 Millionen Euro gefördert.

Die Hochschule Zittau/Görlitz besitzt eine lange Tradition auf dem Gebiet der Energietechnik in Lehre und Forschung. Ein großer Teil der Drittmittel wird in diesem Bereich akquiriert. Am IPM der Hochschule arbeiten derzeit fünf Professoren an Projekten aus dem Bereich Energie- und Umwelttechnik. Start für die vom sächsischen Wirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojekte ist der 1. Dezember 2015.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr