Betroffene des Klimawandels besuchen Lausitz

Tagebau Jänschwalde

Tagebau Jänschwalde: Betroffene des Klimawandels aus Afrika und Asien treffen Lausitzer Braunkohlekritiker

Im Vorfeld des 4. Dorffestes in Atterwasch (Spree-Neiße), ausgerichtet durch das Bündnis für Heimat und Zukunft, am 31. Oktober gegen neue Tagebaue, wollen etwa zehn Vertreter aus den Lausitzer Tagebaugebieten Jänschwalde, Welzow, Cottbus Nord und Nochten zusammen mit zwei "Zeugen des Klimawandels" aus Afrika und Asien am Rand des Tagebaus Jänschwalde ein Zeichen gegen die weitere Kohlenutzung in der Welt setzen. Frau Hindou Oumarou Ibrahim aus dem Tschad, die die Kleinbauern vertritt und Herr Melvin Purzuelo von den Philippinen, der sich für die Rechte von Fischern einsetzt, wollen sich zudem mit den Lausitzern Braunkohlekritikern über die Auswirkungen des Klimawandels austauschen.

"Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation, die nicht nur Menschen aus Syrien betreffen, müssen wir uns klarmachen, dass unser Wohlstand und unsere Energieproduktion auch Auswirkungen auf die Welt hat", erklärt Karin Noack aus Welzow. Als "befremdlich" bezeichnete Noack die jüngsten Äußerungen von Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD), der trotz der zukünftigen Teilabschaltung des Kohlekraftwerkes Jänschwalde immer noch an neuen Tagebauen festhält. "Ich würde mir wünschen, der Minister käme an dem Tag in die Lausitz und bezieht Stellung vor den Menschen, die akut vom Klimawandel und der Kohlenutzung bedroht sind und die heute noch ihre Heimat verlieren sollen, anstatt von der fernen Kanzel in Potsdam Durchhalteparolen der Kohlelobby zu verkünden", sagt Noack.

Quelle: GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus