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Lausitz bekommt neue Ferngasleitungen

Lausitz bekommt 2 neue Ferngasleitungen

Erdgasversorgung im Lausitzer Revier zukunftsfest gestalten

Fernleitungsnetzbetreiber ONTRAS startet wichtiges Neubauprojekt in der Lausitz

Um die Energie-Infrastruktur in der Lausitz weiter zu verbessern und zukunftsfest zu gestalten, baut die ONTRAS Gastransport GmbH (ONTRAS), Leipzig, seit Mitte Oktober 2015 zwei Ferngasleitungen neu. Sie führen vom brandenburgischen Senftenberg (Ortsteil Großkoschen) bis in den Spreetaler Ortsteil Spreewitz (südlich von Schwarze Pumpe in Sachsen). Die neuen, jeweils rund 35 Kilometer langen und parallel laufenden Leitungen ersetzen vorhandene Leitungen, die durch mittlerweile gesperrte Kippengebiete ehemaliger Braunkohletagebaue verlaufen.

Nördlich und westlich von Tätzschwitz wurde jetzt mit dem Abtrag des Mutterbodens und der archäologischen Untersuchung entlang des neuen Trassenverlaufs (PNG) begonnen. Mit der ersten Ausfuhr der stählernen Spezialrohre und dem Beginn des Vorbaus der ersten Ferngasleitung (FGL 19) ist Anfang November zu rechnen. Die Arbeiten zur parallel laufenden, zweiten Pipeline (FGL 20) sind ab März 2016 geplant. In der jetzt begonnenen Bauphase 2015/2016 werden zunächst diejenigen Trassenabschnitte neu gebaut, bei denen die bestehenden Leitungen derzeit durch Sperrgebiete verlaufen. Voraussichtlich 2017 soll dann mit dem etwa 8,4 Kilometer langen restlichen Bauabschnitt begonnen werden, in dem die Bestandsleitungen seit jeher in gewachsenem Boden liegen.

Das Investitionsvolumen für diesen Neubau beläuft sich auf rund 44 Millionen Euro. Davon übernimmt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mbH im Rahmen der Braunkohlesanierung 50 Prozent.

Verständnis für Neubau bei Anrainern

Dem Baustart vorangegangen war ein Planfeststellungsverfahren, welches die Landesdirektion Sachsen mit Zustellen des Planfeststellungsbeschlusses am 2. Oktober 2015 positiv beendet hat. Einen entsprechenden Beschluss des Brandenburgischen Landesamts für Bergbau, Geologie und Rohstoffe hat die Behörde für Anfang November dieses Jahres in Aussicht gestellt.

Im Planfeststellungsverfahren hatten Träger öffentlicher Belange wie z. B. Kommunen, Behörden und Umweltverbände sowie Bürger über 70 Stellungnahmen zu dem Projekt eingereicht. Im Rahmen der vorgeschriebenen Erörterungen haben die Planfeststellungsbehörden alle Stellungnahmen bewertet und die als relevant eingestuften Eingaben durch Planänderungen bzw. entsprechende Auflagen an ONTRAS entsprechend berücksichtigt.

Um die neuen Leitungen bauen und später betreiben und warten zu können, hat ONTRAS mit den rund 600 Eigentümern und Bewirtschaftern einvernehmlich entsprechende Verträge über Nutzungsrechte für die entsprechenden Flurstücke abgeschlossen: "Wir benötigen zum einen die Baugenehmigung und zum anderen ein Betretungsrecht vom jeweiligen Eigentümer bzw. Bewirtschafter, damit wir unsere Leitungen bauen und später jederzeit warten und in Stand halten können", erläutert Dr. Ralf Borschinsky, Pressesprecher von ONTRAS. Für die Überlassung dieser Rechte sowie für unvermeidbare Schäden während der Bauarbeiten zahlt ONTRAS entsprechende Entschädigungen. "Wir konnten für unser Projekt großes Verständnis erreichen, nicht zuletzt sicherlich auch deshalb, weil wir frühzeitig mit allen Beteiligten gesprochen und die Anrainer über die Gründe des Leitungsneubaus informiert haben. So konnten wir viele offene Fragen und Bedenken schon im Vorfeld klären", so Borschinsky weiter.

Leitungs-Neubau umgeht ehemalige Braunkohle-Bergbauflächen

Notwendig wird der Neubau der Leitungen, da mehrere Abschnitte der beiden bestehenden Leitungen im Gebiet der ehemaligen Braunkohletagebaue Spreetal und ?Erika"/Laubusch verlaufen: Teilbereiche dieser ehemaligen Tagebaue wurden durch das Sächsische Oberbergamt (SOBA) im Dezember 2010 gesperrt, da spontane Bergschadensereignisse nicht mehr auszuschließen sind. In einem solchen Fall wären auch die ONTRAS-Leitungen betroffen. Die Leitungen werden zwar weiterhin regelgerecht betrieben, jedoch sind planmäßige Wartungs- und eventuell nötige Instandhaltungsarbeiten in den teils mit Betretungsverbot belegten Sperrzonen nicht mehr oder nur mit sehr strengen Auflagen möglich. Die neugebauten Leitungen werden deshalb im gewachsenen Boden verlaufen und die bestehenden Leitungen ersetzen, so dass die Gesamtstabilität des Gasnetzes gewährleistet und die Versorgungssicherheit für das Lausitzer Revier langfristig sichergestellt ist.

Hintergrund ONTRAS

ONTRAS Gastransport GmbH ist ein überregionaler Fernleitungsnetzbetreiber im europäischen Gastransportsystem mit Sitz in Leipzig. Für den reibungslosen Erdgastransport der Kunden betreibt ONTRAS Deutschlands zweitlängstes Ferngasnetz mit etwa 7.000 Kilometern Leitungslänge und rund 450 Netzkopplungspunkten. Dabei vereint das Unternehmen als verlässlicher Partner die Interessen von Transportkunden, Händlern, regionalen Netzbetreibern und Erzeugern regenerativer Gase. Mehr auf www.ontras.com

Quelle: ONTRAS Gastransport GmbH

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Tags:
Ferngasleitung, Senftenberg, Versorger
Datum:
Montag, 26. Oktober 2015, 11:23 Uhr
Kommentare zu "Lausitz bekommt neue Ferngasleitungen"
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