Milchwirtschaft in Brandenburg

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Diskussion zur Zukunft der Milchviehhaltung in Brandenburg

Potsdam - Im Bund und in den Ländern wird derzeit intensiv nach Lösungen auf gesucht, um auf die Niedrigpreise bei Milch zu reagieren.. So hat auch Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger gestern zu einer Runde mit dem Landesbauernverband, dem Bauernbund Brandenburg, dem Bund Deutscher Milchviehhalter sowie Vertretern der Milchwirtschaft und des Einzelhandels geladen.

Vogelsänger: "Die Milchproduktion ist ein wichtiger Zweig, sowohl für Brandenburgs Landwirtschaft wie auch für unsere Wirtschaft. Alle wissen, dass es kein Zurück in das zum 31. März dieses Jahres ausgelaufene System der Milchquoten gibt. Trotz unterschiedlicher Lösungsansätze, die vor allem zwischen den drei landwirtschaftlichen Berufsverbänden weiter diskutiert werden müssen, eint alle die Sorge um Zukunft der Milchviehhaltung in Deutschland."

Vorschläge zur Verbesserung der Situation am Milchmarkt hat zuletzt die Fachkonferenz der Agrarminister der Länder und des Bundes am 2. Oktober in Fulda vorgelegt - unter anderem die Forderung, zusätzliche nationale Finanzmittel zur Aufstockung des Bundeszuschusses zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung bereitzustellen, was auch die Praktiker aus den Agrarbetrieben in Brandenburg ausdrücklich begrüßen würden.

Ausdrücklich unterstützt wird auch die Forderung, dass die Mittel, die die europäische Union über die Strafzahlungen aus der Superabgabe dem Milchmarkt entzogen hat, wieder komplett für Hilfsmaßnahmen in notleidenden Milchviehbetrieben zu Verfügung gestellt werden. Die bisher von der EU bereitgestellten Mittel in Höhe von rund 69 Millionen Euro für ganz Deutschland führen zu einem Hilfsbeitrag von rund 1.000 Euro pro Betrieb, "ein Tropfen auf dem heißen Stein", so die einhellige Meinung.

Zu den Zusagen, die Minister Vogelsänger für das Land machen konnte, gehört die vollständige Auszahlung der gesamten Flächenprämie noch in diesem Jahr und die Prüfung, inwieweit Vermarktungsmöglichkeiten für Milcherzeugnisse, beispielsweise Milchtankstellen, verbessert werden können.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg