Brandenburger Innovationspreis Metall 2015 vergeben

Brandenburger Innovationspreis Metall 2015 vergeben

Zwei Unternehmen aus der Lausitz gewinnen den Brandenburger Innovationspreis Metall 2015

Die Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co. KG aus Wildau, die ENVIRAL Oberflächenveredelung GmbH aus Niemegk und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg sind die Gewinner des mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Brandenburger Innovationspreises Metall 2015. Wirtschaftsminister Albrecht Gerber hat ihnen die Auszeichnung bei der Clusterkonferenz Metall verliehen.

"Mit 38.000 Beschäftigten zählt die Metallbranche zu den Schwergewichten unserer Industrie und ist ein Aushängeschild der brandenburgischen Wirtschaft. Märkische Stahl- und Metallprodukte kommen weltweit zum Einsatz. Voraussetzung dafür, dass sich unsere Metallbranche auf den internationalen Märkten behauptet und langfristig weiter wächst, ist ihre Innovationsstärke. Der Innovationspreis belegt diese eindrucksvoll", erklärte Minister Gerber.

Besonders erfreulich sei die starke Beteiligung des Handwerks am Wettbewerb, so Gerber weiter. Zehn der 14 Bewerbungen wurden von Handwerksfirmen eingereicht. Zudem sind sechs Bewerbungen im Verbund zwischen Wirtschaft und Wissenschaft entstanden. "Vernetzung ist der Schlüssel zum Erfolg. Kooperationen und dauerhafte Innovationsorientierung werden zunehmend wichtiger für die Wettbewerbsfähigkeit und damit den Unternehmenserfolg", unterstrich der Minister. Die Clusterpolitik des Landes Brandenburg ziele darauf ab, die kleinen und mittleren Unternehmen zusammenzubringen und damit zu stärken.

"Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft gilt es weiter auszubauen. Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen brauchen hier noch mehr Beratungsangebote", sagte Prof. Dr.-Ing. Ulrich Berger; Sprecher des Clusters Metall. "Die Digitalisierung von Produktion und Logistik schreitet immer weiter voran, die Automatisierung erreicht eine neue Dimension. Wir wollen die Unternehmen, vornehmlich die kleinen und mittelgroßen Betriebe, auf dem Weg in die Industrie 4.0 unterstützen, damit sie für die kommenden Herausforderungen gerüstet sind", betonte Berger.

Bei der Clusterkonferenz wurden Erfolgsbeispiele präsentiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung unter dem Motto "Synergien mit Produktinnovationen" stand die Frage, wie in der modernen Industrie des Landes Brandenburg Innovationen umgesetzt werden. Zudem diskutierten die nahezu 100 Teilnehmer der Konferenz über Möglichkeiten zur Fachkräftesicherung. In den Griff zu bekommen sei das Thema nur, wenn die Fachkräftesicherung als Gemeinschaftsaufgabe verstanden werde, wenn Unternehmen, Kammern, Verbände, Kommunen, Gewerkschaften und Landesregierung an einem Strang zögen, sagte Minister Gerber.

Die Clusterkonferenz Metall wurde von der ZukunftsAgentur Brandenburg und der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern gemeinsam mit den Branchennetzwerken "ME-Netzwerk der Hauptstadtregion" und "profil.metall" organisiert und von der ZF Friedrichshafen AG und der Fachhochschule Brandenburg unterstützt. Das Cluster Metall zählt etwa 2.600 Unternehmen und Institutionen.

Preisträger des Brandenburger Innovationspreises Metall 2015

Das Traditionsunternehmen Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co.KG ist ansässig in Wildau und wurde 1897 gegründet als seinerzeit modernstes Werk zur Herstellung von Dampflokomotiven. Seit 1974 ist das Unternehmen eine der führenden Gesenkschmieden in Europa und beschäftigt heute 136 Mitarbeiter. Die Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co.KG wurden ausgezeichnet für endkonturnah gesenkgeschmiedete Elevatoren. Dabei werden die Teile nicht mehr gegossen, sondern geschmiedet. Die Innovation bietet dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil und ist erheblich kundenfreundlicher als bisherige Lösungen.

Das Unternehmen ENVIRAL Oberflächenveredelung GmbH wurde ausgezeichnet für Smart Rostschutz Made in Brandenburg. 1994 gegründet und seitdem ansässig in Niemegk, beschäftigt das Unternehmen heute 40 Mitarbeiter. Enorme wirtschaftliche Verluste durch Korrosionsschäden können durch die Innovation reduziert werden. Der neuartige Rostschutz, der umweltentlastend, aber auch kostensparend ist, wurde in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPIKG) entwickelt.

Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg wurde für die thermische und mechanische Untersuchungen und Prüfung von Flugzeugkabeln geehrt. Die Innovation entstand in Kooperation mit dem Quality Park Aviation Center, Wildau. In Fortführung des Projektes plant die QPAC die Schaffung von zwei neuen Arbeitsplätzen am Standort Wildau sowie die Anmietung einer Laborfläche im Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Wildau. Die Entwicklung ermöglicht erhebliche Gewichtseinsparungen im Flugzeugbau, was zu mehr Sicherheit und Komfort führt.

Quelle: PM Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg