70 Millionen für grenzübergreifende Projekte

Startschuss für polnisch-sächsisches "Kooperationsprogramm INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020"

Sachsen und Polen haben heute (15. Oktober 2015) auf einer Veranstaltung auf Schloss Kliczków in der polnischen Wojewodschaft Niederschlesien das grenzübergreifende "Kooperationsprogramm INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020" gestartet. Bis 2020 stehen für die grenzübergreifende Zusammenarbeit rund 70 Millionen Euro bereit. Damit können Projekte in den Bereichen Natur- und Kulturerbe, regionale Mobilität, grenzübergreifende Aus- und Weiterbildung sowie partnerschaftliche Zusammenarbeit unterstützt werden. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus nationalen Beiträgen der beiden Nachbarländer.

"Mit dem heute gestarteten Programm werden wir unsere gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre fortsetzen und der Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen", freut sich Sachsens Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt. "In der vergangenen Förderperiode konnten wir im Rahmen der grenzübergreifenden Zusammenarbeit viele Projekte unterstützen, bei denen Sachsen und Polen zusammengearbeitet haben und die Grenze vergessen ließen. Mit Infrastrukturmaßnahmen haben sie die grenznahen Regionen attraktiver gemacht. Menschen aller Altersgruppen haben sich bei Begegnungsprojekten kennengelernt und Sprachbarrieren überwunden. Nicht zu vergessen die gemeinsamen Übungen der Feuerwehren sowie die Zusammenarbeit der Polizei."

Bei der Auftaktveranstaltung erhielten die potentiellen Projektträger Informationen über Inhalte und Verfahren des neuen Kooperationsprogramms. Antragsteller können zum Beispiel Vereine, aber auch Institutionen und Behörden sein. Wie schon in der vergangenen Förderperiode müssen die geförderten Vorhaben von Projektpartnern aus Sachsen und Polen gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden. Außerdem müssen die Partner die Projekte entweder gemeinsam finanzieren oder gemeinsames Personal einsetzen. Eine Reihe von Antrags- und Verfahrensschritten konnten für diese Förderperiode vereinfacht werden.

Zum Programmgebiet des "Kooperationsprogramms INTERREG Polen - Sachsen 2014-2020" gehören auf sächsischer Seite die Landkreise Bautzen und Görlitz sowie in Polen die neu festgelegte Unterregion Jelenia Góra in der Wojewodschaft Niederschlesien und der Landkreis Żarski in der Wojewodschaft Lebus. Anders als bisher übernimmt in der neuen Förderperiode Polen die Verwaltung des gemeinsamen Programms.

Hintergrund:

In der abgelaufenen Förderperiode konnten über das Operationelle Programm Polen - Sachsen mehr als 140 Projekte in den grenznahen Bereichen von Sachsen und Polen mit rund 105 Millionen Euro unterstützt werden. Die geförderten Projekte kamen aus den Bereichen Natur- und Umweltschutz, Bildung, Kultur, Wirtschaft, Tourismus und Verkehr bis hin zur Zusammenarbeit von Polizei, Rettungswesen, Brand- und Katastrophenschutz.

Kooperationsprogramm INTERREG Polen - Sachsen 2014-2020: www.plsn.eu

Quelle: PM SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft