Greenpeace zur Interessensbekundung an Lausitzer Vattenfall-Geschäft

Greenpeace zur Interessensbekundung tschechischer Energiekonzerne

Greenpeace kommentiert die Interessensbekundung der tschechischen Energiekonzerne EPH und CEZ am Vattenfall-Geschäft in der Lausitz

Die gestrigen Mitteilungen der tschechischen Energiekonzerne CEZ und EPH, am Kauf der deutschen Braunkohle-Sparte von Vattenfall interessiert zu sein, kommentiert Susanne Neubronner, Energie-Expertin von Greenpeace:

"Jetzt ist es amtlich: Zwei tschechische Energie-Konzerne wollen tatsächlich Vattenfalls Braunkohle-Geschäft kaufen. EPH und CEZ machen mit Braunkohle- und Atomkraftwerken ihr Geld. Sie scheren sich nicht darum, dass Braunkohle und andere fossile Brennstoffe im Boden bleiben müssen, wenn die schlimmsten Folgen des Klimawandels aufgehalten werden sollen. Sollte einer dieser Konzerne das Braunkohle-Geschäft übernehmen, droht ein Weiterbetrieb der Klimakiller und Landschaftszerstörer bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Damit wird die deutsche Energiewende nicht stattfinden.

Für Greenpeace ist klar: Bevor weiter Dörfer, Natur und Klima zerstört werden, wird Greenpeace alles daran setzen, dass jemand das Geschäft übernimmt, der den Tagebau beendet und den Menschen in der Region eine neue, saubere Zukunft bietet. Greenpeace hat mit der Studie ‚Vattenfalls Chance‘ im April gezeigt, wie der schwedische Staatskonzern den Ausstieg aus der Braunkohle in Deutschland selbst sozialverträglich organisieren kann.

Gestern hat auch Greenpeace Schweden offiziell ernsthaftes Interesse bekundet, am Verkaufs-Prozedere der Braunkohle-Sparte von Vattenfall teilzunehmen. Die Teilnahme könnte den Einblick in die Bücher von Vattenfall ermöglichen. Sie erhöht zudem den Druck auf die schwedische Regierung, eine klimafreundliche Lösung zu finden. Dies ist derzeit von besonderer Bedeutung, da im Dezember in Paris die große UN-Klimakonferenz stattfinden wird. Dort muss auch Schweden Verantwortung zeigen. Sollte Greenpeace keinen Einblick in Vattenfalls Unterlagen erhalten, wäre dies ein ernstes Signal gegen den Umweltschutz."

Quelle: Geenpeace