5 Prozent mehr Entgelt für ostdeutschen Stahlindustrie

IG Metall fordert fünf Prozent mehr Entgelt in der ostdeutschen Stahlindustrie sowie Fortführung der Altersteilzeitregelungen

5 Prozent mehr Entgelt für ostdeutschen Stahlindustrie Einstimmig haben die Mitglieder der IG Metall-Tarifkommission für die rund 8.000 Beschäftigten in der ostdeutschen Eisen- und Stahlindustrie heute in Berlin-Schönefeld ihre Forderungsempfehlung an den IG Metall-Vorstand beschlossen. Das Entgelt soll um fünf Prozent angehoben und der auslaufende Tarifvertrag zur Altersteilzeit verlängert werden. Für die Auszubildenden wird zudem die Übernahme der Aufwendungen für den Besuch der Berufsschule gefordert.

Am 31. Oktober 2015 endet die Laufzeit der Tarifverträge über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen, damit entfällt zugleich auch die Friedenspflicht in der Branche.

Der IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer für Berlin, Brandenburg und Sachsen, Olivier Höbel, sagte: "Die Stahlindustrie ist durchweg gut aufgestellt und kann sich trotz des Preisdrucks am Markt durch Qualität behaupten. Die Betriebe sind durch qualifizierte Belegschaften sehr erfolgreich und die Produktionsanlagen der Stahlindustrie gut ausgelastet. Die Beschäftigten haben einen gerechten Anteil am Erfolg verdient. Angesichts der wirtschaftlichen Lage der Branche ist unsere Forderung angemessen, gerecht und bezahlbar. Die sehr harten Arbeitsbedingungen in der Stahlindustrie machen zudem eine Fortführung der Regelungen über Altersteilzeitmodelle unverzichtbar."

Ein Verhandlungstermin ist noch nicht vereinbart.

Quelle: IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen