Sorbische Stiftung erhält mehr Bundesmittel

Sorbische Stiftung erhält mehr Bundesmittel

Staatsministerin Stange begrüßt Mittelerhöhung für sorbische Stiftung

Ministerin: „Planungssicherheit für mindestens fünf Jahre"

Die Stiftung für das sorbische Volk bekommt in den nächsten Jahren mehr Bundesmittel. Der Haushaltsausschuss des Bundestages beschloss in seiner jüngsten Sitzung die Erhöhung des Bundesanteils von 8,2 auf 9,3 Millionen Euro. Der Bundestag muss in einer seiner kommenden Sitzungen diesen Beschluss noch bestätigen. Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Frau Dr. Eva-Maria Stange, begrüßt die avisierte Mittelerhöhung. "Nachdem die Bundesregierung ihren Anteil an der Finanzierung der Stiftung in den letzten Jahren bereits gemeinsam mit den beiden Ländern erhöht hatte, gibt es nun Planungssicherheit für die nächsten fünf Jahre. Das ist auch ein Verhandlungserfolg des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Der Freistaat Sachsen wird seinen Finanzierungsanteil bringen. Das Regierungskabinett wird sich demnächst damit befassen", erklärt die Ministerin. Danach könne das dritte Finanzierungabkommen zum Staatsvertrag über die Stiftung für das sorbische Volk zwischen dem Bund, dem Freistaat Sachsen und dem Land Brandenburg schnell zum Abschluss gebracht werden. Es soll eine Geltungszeit von 2016 bis 2020 haben.

Im dritten Finanzierungabkommen werden 9,3 Millionen Euro vom Bund, 6,2 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen und 3,1 Millionen Euro von Brandenburg getragen. Der Bund trägt somit 50 Prozent des jährlichen Zuschusses an die Stiftung.

"Die nun beschlossene Mittelerhöhung für die Stiftung ermöglicht eine auskömmliche Förderung und Finanzierung der sorbischen Einrichtungen und Projekte. Institutionen zur Förderung von Sprache und Kultur, wie das Sorbische Institut, das Sorbische National-Ensemble und das Deutsch-Sorbische Volkstheater, aber auch der Domowina-Verlag, das Witaj-Sprachzentrum und andere leisten wichtige identitätsbildende Arbeit für das sorbische Volk in Sachsen und Brandenburg", bewertet Ministerin Stange.

Quelle: SMWK - Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst