Perspektiven für die Lausitz nach der Kohle

Bündnisgrüne Spitzenpolitiker aus Sachsen und Brandenburg stellen Eckpunkte für den Strukturwandel vor

Unter dem Titel "Perspektiven für die Lausitz nach der Kohle - GRÜNE Impulse für den Strukturwandel einer Region" stellen am Montag, den 28. September um 11.00 Uhr in Großräschen die Parteispitzen von Bündnis 90/Die Grünen von Brandenburg und Sachsen ihre Eckpunkte zur Debatte um die Zukunft der Lausitz vor.

"Insbesondere vor dem Hintergrund des Verkaufs von Vattenfall und den klimapolitischen Vorhaben der Bundesregierung zeigt sich, das Zeitalter der Kohle geht dem Ende entgegen. Das müssen auch die Landesregierungen von Sachsen und Brandenburg erkennen", sagt der Brandenburger Landesvorsitzende Clemens Rostock. Bereits heute stehe die politische Protektion der Braunkohle in keinem Verhältnis mehr zu ihrem tatsächlichen Beitrag zur Wirtschaftskraft. "Wenn man keinen erneuten Strukturbruch wie in den 1990ern mit tiefgreifenden Verwerfungen riskieren will, muss mit einer länderübergreifenden politischen Strategie diesen Transformationsprozess aktiv begleitet werden", so die Landesvorsitzende der Sächsischen Grünen, Christin Bahnert. Die Grünen aus beiden Ländern wollen den Diskussionsprozess um den Strukturwandel intensivieren.

Mit der Strukturwandelkonferenz der Lausitzer bündnisgrünen Kreisverbände am 2. Oktober und Debatten auf den Parteitagen im November soll der Diskurs um die Zukunft der Lausitz breit geführt werden, kündigt Rostock an. "Uns ist es wichtig, dass nicht aus den Landeshauptstädten Potsdam und Dresden über die Köpfe hinweg entschieden wird, sondern dass die Menschen in der Lausitz einbezogen werden", sagt Bahnert. Darübert hinaus sind weitere lokale Veranstaltungen im nächsten Jahr geplant.

Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Spree-Neiße