Landeserntedankfest startet in Löbau

Landeserntedankfest in Löbau mit umfangreiches Festprogramm von Freitag bis Sonntag

Landeserntedankfest startet in Löbau Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt eröffnet am Freitagabend (18. September 2015) das 18. Landeserntedankfest. Drei Tage lang präsentieren sich in Löbau (Landkreis Görlitz) Unternehmen, Vereine und Verbände aus dem Agrarbereich gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium. "Die sächsischen Landwirte haben in den vergangenen Monaten unter außergewöhnlichen Witterungsbedingungen viel gearbeitet und können vielerorts eine gute Ernte einfahren", sagt der Minister. "Frische, gesunde und qualitativ hochwertige Lebensmittel sind das Ergebnis ihrer täglichen Arbeit. Außerdem sind sie wichtiger Arbeitgeber im ländlichen Raum. Sie erhalten unsere Dörfer als zukunftsfähige, attraktive und vitale Lebensräume. Dafür gilt allen Landwirten mein herzlicher Dank!"

Höhepunkte des Landeserntedankfestes 2015 sind die Eröffnungsgala am Freitagabend in der Messehalle im Messe- und Veranstaltungspark, der Bauern- und Handwerkermarkt sowie der ökumenische Erntedankfestgottesdienst am Sonntag um 10 Uhr in der Nikolaikirche. Es gibt eine Handwerkermeile der Handwerkskammer Dresden. Sehenswert ist die Ausstellung zum Wettbewerb "Schönste Erntekrone und schönster Erntekranz Sachsens 2015" des Sächsischen Landfrauenverbandes e. V. in der Nikolaikirche. Die schönsten Erntekronen und -kränze werden am Samstagnachmittag um 16.30 Uhr gekürt. Am Sonntag lädt das Landeserntedankfest in Löbau dann ab 13.30 Uhr zum Festumzug ein.

Die Ernte ist noch nicht vollständig eingebracht. Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben reifen noch überwiegend auf den Feldern. Die bisherigen Zahlen für die Getreide- und Rapsernte lassen eine erste Einschätzung zu. Nach einer sehr guten Vorjahresernte werden Sachsens Landwirte in diesem Jahr eine geringere, jedoch auch wieder gute Ernte einbringen. Im Durchschnitt liegt der Getreideertrag in Sachsen bei 72 Dezitonnen pro Hektar und damit im Bereich vergangener Jahre. Regional sind die Erträge allerdings unterschiedlich ausgefallen. Die Rapsernte liegt insgesamt mit knapp 37 Dezitonnen pro Hektar deutlich unter dem Vorjahr. Vor allem auf den leichten Standorten in Nord- und Ostsachsen hatten die Landwirte wegen der lang anhaltenden Trockenheit im Frühjahr starke Ertragseinbußen in den Kulturen zu verbuchen. Die sächsischen Obstbauern erwarten in diesem Jahr auf einer Anbaufläche von 2 554 Hektar eine Apfelernte, die im Schnitt der vergangenen vier Jahre (89 000 Tonnen) liegt.

Quelle: SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft