Förderung bei Stallbauten nur nach Höchstkriterien

Förderung bei Stallbauten nur nach Höchstkriterien

Brandenburgs Landwirte investieren in mehr Tierwohl

Ab 2017 bei Stallbauten nur Förderung nach den Höchstkriterien

Potsdam - Brandenburgs Landwirte engagieren sich weiter für artgerechte Tierhaltung und Verbesserungen im Umweltschutz. Dies ergibt sich aus der Analyse der rund 50 Anträge, die in der ersten Runde des neu gefassten Programms zur Förderung einzelbetrieblicher Investitionen eingereicht wurden.

Dazu unterstreicht Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger: "Brandenburgs Landwirte investieren mit hoher Verantwortung in die Tierhaltung. Die Antragslage lässt erkennen, dass die große Mehrheit der landwirtschaftlichen Unternehmen bereit ist, die höchsten Anforderungen für mehr Tierwohl umzusetzen. Dieser Trend wird in den kommenden Jahren anhalten und den größten Teil der Mittel, die wir bis 2023 im Rahmen dieses Förderprogramms einsetzen können, binden. Ich habe deshalb nach Analyse der Anträge entschieden, bei Stallbauten nach einer Übergangsfrist ab 2017 nur noch Anträge nach den Höchstkriterien der Premiumförderung zu bearbeiten und die Basisförderung hierfür nicht mehr anzubieten. Diese frühzeitige Entscheidung sorgt für Planungssicherheit und stärkt das Tierwohl am wirksamsten."
Zwei Drittel der Antragsteller haben sich in diesem Jahr bei Investitionen in Stallbauten für die Premiumförderung entschieden. Ein Drittel möchte demnach Projekte in der Basisförderung umsetzen. In beiden Förderstufen können nur Vorhaben beantragt werden, die zu deutlichen Verbesserungen in den Tierhaltungen führen, die über den gesetzlichen Standards liegen. In der Premiumförderung müssen neben den Vorgaben der Basisförderung zusätzliche Kriterien erfüllt werden. Flächenlose Tierhalter sind schon jetzt in beiden Förderstufen ausgeschlossen.

Mit der Entscheidung des Ministers für die Premiumförderung ist der Prüfauftrag des Landtags bezüglich der Förderung von Stallbauten vom Frühjahr dieses Jahres abgearbeitet.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg